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2. September 2025Auch auf ihrem neuen Album zeigen Suede einmal mehr, dass sie in einer ganz eigenen Liga spielen
von Sebastian Meißner
Hätte es Mitte der 90er nicht die Britpop-Explosion gegeben, würden Suede heute in Stadien spielen. So aber blieb die Band um Sänger Brett Anderson immer eine Band für Kenner und Liebhaber. Vielleicht gar nicht so schlecht, denn so hatten Suede immer etwas zu beweisen. Seit 35 Jahren spielt die Band ein famoses Album nach dem anderen ein – zuletzt das umwerfende „Autofiction“, in dem sie roh und kantig klangen wie noch nie in ihrer Karriere.
Das Post-Punk-Album von Suede
Die Songs der neuen
Platte sind während der drei Jahre währenden Tour zu „Autofiction“ entstanden und wurden mit ihrem langjährigem Produzenten Ed Buller live in den ICP Studios in Belgien, im Londoner RAK, den Sleeper Sounds und im RMV in Schwedenaufgenommen, der schon 1992 ihre Debütsingle „The Drowners“ produzierte. Musikalisch gehen Suede auf „Antidepressants“ weniger ruppig zur Sache als auf dem Vorgänger. “Wenn „Autofiction“ unser Punk-Album war, dann ist „Antidepressants“ unser Post-Punk-Album.“, sagt Andersen Inhaltlich drehen sich die insgesamt elf Songs um die Spannungen des modernen Lebens, die Paranoia, die Angst, die Neurosen. „Wir alle streben nach Verbundenheit in einer unverbundenen Welt. Dieses Gefühl wollte ich mit den Songs vermitteln. Das ist gebrochene Musik für gebrochene Menschen.”





