Sting: The Bridge – Albumreview

Sting: The Bridge – Albumreview

Ein ausgeruhter und angriffslustiger Sting geht immer noch Wagnisse ein

Sting is back. Ganze 14 Songs sind auf “The Bridge” vertreten. Passt doch, ist ja auch das 14. Solo-Album des inzwischen 70-Jährigen. Der nahm das Album im letzten Jahr mit einem Kreis von vertrauten Musikern wie Marcus Miller, Branford Marsalis, Melissa Musique, Gene Noble, Josh Freese, Manu Katché, Jo Lawry, Fred Renaudin, Peter Tickell, Julian Sutton, Laila Biali, Gavin Brown, Shaggy, Donal Hodgson, Tony Lake und Martin Kierszenbaum auf. Allesamt Hochkaräter und Vertreter:innen verschiedener musikalischer Welten. Sting baut zwischen ihnen – richtig – eine Brücke.

Der Weltmusiker macht Spaß

Sting The Bridge Cover Interscope Universal Music

Heraus kommt Musik, die etwas im besten Sinne Weltmusikalisches hat. Folk aus Großbritannien, orientalische Harmonien, amerikanischer Jazz: Sting mixt munter zusammen, was ihm in seiner Karriere über den Weg lief. Einige Stücke erinnern an bekannte Hits, etwa “For Her Love”, das Parallelen zu “Shape Of My Heart” hat. Andere klingen ungehört. Besonders viel Spaß machen “Captain Bateman’s Basement” (ein sphärischer Scat-Jam), der 5/4-getaktete “Harmony Road”, bei dem Sting und Miller 16 Takte aus einem Stück namens “Étude” auf dessen 2019er Album Absinthe extrahierten sowie “The Book Of Numbers”, einer 2021-Version von “All This Time”.

Sting geht Wagnisse ein

Was auffällt: Sting klingt ausgeruht und wieder angriffslustiger als zuletzt. Seine Stimme ist zwar inzwischen hörbar gealtert, aber musikalisch geht er immer noch Wagnisse ein. “Dieses Album ist auf Distanz entstanden. Nichtsdestotrotz ist das, worüber ich singe, das, was aus meinem Kopf und meinem Herzen kommt. Die Gefühle sind nicht klein. Es sind große Gefühle für mich”, erklärt er. Das hört man den Stücken weitgehend an. Und so ist “The Bridge” eine Frischzellenkur eines gut gealterten Individualisten mit globalem Netzwerk.

“The Bridge” von Sting erscheint am 19.11.2021 bei Interscope / Universal Music. (Beitragsbild von Eric Ryan Aderson)

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