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12. Juli 2025Wer grandiose Progrock-Songs von „The Lamb Lies Down On Broadway“ bestmöglich hören will, kommt am neuen Live-Album von Steve Hackett nicht vorbei.
von Werner Herpell
Nun ja, das Wortspiel des Albumtitels ist ein bisschen mau. Vom legendären Genesis-Meisterwerk „The Lamb Lies Down On Broadway“ 50 Jahre später, für eine Londoner Konzert-Präsentation, auf „The Lamb Stands Up Live At The Royal Album Hall“ zu kommen – nicht wirklich originell, nicht die allerbeste Idee des großartigen Musikers Steve Hackett. Ansonsten ist diese Live-Platte aber natürlich über jeden Zweifel erhaben, eröffnet sie doch Genesis-Fans der Prog-Frühzeit (also der Phase mit Leadsänger Peter Gabriel, vor all den Pop-Hits mit Phil Collins als Frontmann-Ersatz) die Möglichkeit, einige der schönsten Songs des wohl besten Artrock-Albums aller Zeiten heute wieder in optimalen, authentischen Versionen zu hören.
Neun „Lamb“-Songs in rund 40 Minuten
Für „Lamb“-Superfans wird es mit der zweiten CD so richtig
interessant. Hacketts Live-Fassung des Titelstücks ist so bombastisch wie auf der Originalplatte, mit den durchaus an Peter Gabriel erinnernden Vocals von Nad Sylvan. Danach geht es Schlag auf Schlag, ein „Best of Lamb“ gewissermaßen, zunächst mit dem gruseligen „Fly On A Windshield“ als einem der Höhepunkte – ein langer Track, bei dem sich die E-Gitarren von Hackett und seinem Bühnengast Steve Rothery (Marillion) in epischen Soli perfekt umgarnen. Danach „Broadway Melody Of 1974“, „Hairless Heart“, „The Carpet Crawlers“ (seinerzeit ein kleiner Hit für die noch wirklich proggigen Genesis), „The Chamber Of 32 Doors“. Mit „Lilliwhite Lileth“ und dem immer wieder überwältigenden Closer „It“ findet das Londoner „Lamb“-Revival ein großes Finale.
Die Virtuosität dieser ehrfürchtigen Darbietung von neun Albumhighlights in rund 40 Minuten ist atemberaubend – und selbst wer Punk einst als scharfes …





