Spinning Coin: Permo – Album Review

Spinning Coin: Permo – Album Review

 

Unbeschwerter Indie-Pop aus Schottland

Sie veröffentlichten bereits zwei Singles und waren als Support für Teenage Fanclub und Real Estate unterwegs. Bei den Aufnahmen des nun erschienenen Debütalbums von Spinning Coin saß gar der große schottische Landsmann Edwyn Collins an den Reglern. Auf Permo, so der Titel des Erstlings, versammelt das Glasgower Quintett vierzehn von allen Zwängen losgelöste Indie-Pop-Songs, die von harmonischer Melodieseligkeit bis zu ungestümer (Post-)Punk-Attitüde changieren.

Sounds & Book_Spinning_Coin_Permo-CoverDie beiden Songwriter, Sänger und Gitarristen Sean Armstrong und Jack Mellin sowie Bassist Cal Donnelly, Keyboarderin und Sängerin Rachel Taylor und Schlagzeuger Chris White erinnern dabei sowohl an Bands wie Vaselines, Pastels und Mercury Rev als auch an Belle And Sebastian und The Go-Betweens. Während Armstrong mehr für die romantisch-melancholischen Melodien verantwortlich ist, verantwortet Mellin die Kanten und das Unbehauene im Spiel von Spinning Coin. Das führt dann zu solch herrlichen Schrammel-Pop-Songs wie „Tin“ und „Magdalene“, die den Garage-Rock mit dem Punk vereinen und einfach mal drauflos brettern. Die perfekte Symbiose beider Spinning Coin-Seiten gelingt den Songwritern beispielsweise im Opener „Raining On Hope Street“ und bei „Be Free“, wenn Armstrongs barmend-sehnsüchtige Stimme von drängelnd-kratzbürstigen  Gitarren und trockenen Drums begleitet wird.

In den meisten Stücken auf Permo überwiegt ein erfrischender Jingle-Jangle-Gitarren-Pop, der in „Money For Breakfast“ galoppiert, in „Money Is A Drug“ wie auf der ersten The Go-Betweens-Platte klingt, in „Metronome River“ und „Floating With You“ mit verträumt-trauriger Indie-Dream-Pop-Atmosphäre aufwartet und im zweiten Teil des Albums mit „Sleepless“ seine charmanteste Variante anbietet. Die Songs sind selten über drei Minuten lang, die Platte leider viel zu schnell vorbei. Das ist dann aber auch der einzige Minuspunkt an diesem Album und vielleicht ist für Spinning Coin eine ähnliche Karriere wie für The Go-Betweens möglich. Das Talent aus der Frühphase Robert Forsters und Grant MacLennans ist bei Sean Armstrong und Jack Mellin vorhanden.

„Permo“ von Spinning Coin ist am 10.11.2017 bei Geographic / Domino Records erschienen (Beitragsbild: Brian Sweeney).  

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