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2. Oktober 2025Sophie Ellis-Bextor zieht einen ausverkauften Mojo Club ins Disco-Pop-Fieber. Am 01.10.2025 trat die britische Sängerin in Hamburg auf.
Text und Fotos von Johanna Karajan
Sophie Ellis-Bextor ist ein wahrgewordener Kindheitstraum – wer hat vor über 20 Jahren nicht auf MTV2 Pop bei „Murder On The Dancefloor“ mitgetanzt oder beim PlayStation-Spiel SingStar diesen Song aufgelegt? Da ist es kein Wunder, dass man sich mit diesem Lied auf das Konzert eingestimmt hat. Einige Konzertbesucher kamen sogar, obwohl sie nur dieses Lied kannten, freuten sich aber darauf, mit Ellis-Bextor wieder zurück in die 90er zurückversetzt zu werden.
Jung bleiben mit Sophie Ellis-Bextor
Und es war genau das: Ihre fünfköpfige Tour Band (darunter auch ihr Ehemann seit 20 Jahren und Vater ihrer fünf Söhne Richard Jones) kam bereits vielversprechend in Pailletten auf die Bühne des Mojo Club und als Ellis-Bextor die Bühne betrat, war es so, als wäre wäre sie dem Musikvideo entsprungen. Fans sagten „man ist mir ihr alt geworden“, aber vielleicht ist man mit ihr jung geblieben, denn die Zeit ist an Sophie Ellis-Bextor sichtlich stehengeblieben.
Ihr Publikum feierte alle Lieder, die Sie an diesem Abend gesungen hat, darunter „Take Me Home“, „Love Is A Camera“ oder „Vertigo“. Aber sie hat auch Hits wie „Crying At The Discotheque“ von Alcazar oder „Lady (Hear Me Tonight)“ von Modjo zu ihren eigenen gemacht. Sophie Ellis-Bextor selbst feiert diesen Disko-Pop mit „Murder On The Dancefloor“, der sie über all die Jahre sehr geprägt hat, menschlich wie beruflich. Sie sagte, er sei wie ein Tonikum, das sie glücklich mache. Aber sie feiert mit ihren 46 Jahren auch das Älterwerden als Frau.
Floss als Support
Mit Techno-Pop eröffnete der Independent Artist Floss aus Berlin das Konzert von Sophie Ellis-Bextor. Wie sich herausgestellt hat, unterstützt Ellis-Bextor junge lokale Künstlerinnen, indem sie diese als Support-Acts auswählt. Mit ihrer Publikumsnähe hat die Sängerin Sophie Ellis-Bextor alle Ehre gemacht. Wie Ellis-Bextor hat auch Floss eine gesellschaftspolitische Haltung und bezeichnet sich selbst als „angry feminist“. Ihren Bezug zu Hamburg machte sie allerdings auch deutlich, als sie erzählte, dass sie zuvor in Hamburg am Berliner Tor gelebt und Studiert hat. Zuletzt trat sie dem diesjährigen Reeperbahn Festival in Hamburg auf. Am Ende hat sie mit ihrer DJane noch Ballons in das Publikum fliegen lassen.
Das Highlight der Show war, als Ellis-Bextor mit ihrem Gitarristen bei der Zugabe plötzlich von der Bühne verschwand und auf der Empore inmitten des Publikums auftauchte. Ihre Band wurde still. Ein Scheinwerfer auf sie gerichtet. Sie bat um Ruhe. In Begleitung ihres Gitarristen ohne Mikrofon sang sie ein Lied darüber, dass wir nicht zu schätzen wissen, was wir haben, bis wir es nicht mehr haben und wir glücklich darüber sein sollten, es zu haben. Bei dieser vielseitigen Stärke und Emotionalität ist es kein Wunder gewesen, dass eventuell Tränen aufgekommen sind.
Sophie Ellis-Bextor und das Miniaturwunderland
Sophie Ellis-Bextor hat nach ihrem einführenden Lied noch ihren eigenen Bezug zu Hamburg erzählt: Dass es ihre deutsche Lieblingsstadt sei und sie besonders euphorisch für sich und ihre Band Tickets für das Miniaturwunderland gebucht habe, das für sie etwas ganz Besonderes sei. Sie versprach wiederzukommen, vorbehaltlich dessen, dass das Miniaturwunderland bis 2029 in der Erweiterung fertig gebaut werden und ihre Heimat Großbritannien bis dahin auch stehen sollte.


























