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17. Januar 2024Obwohl inzwischen zum Duo geschrumpft, haben Sleater-Kinney auf dem neuen Album nichts an Wucht eingebüßt
von Sebastian Meißner
Verlust, Trauer, Reflexion: Im Mittelpunkt des neuen Sleater-Kinney-Albums steht das individuelle Leid von Carrie Brownstein, die im Herbst 2022 bei einem Autounfall in Italien sowohl ihre Mutter als auch ihren Stiefvater verloren hat. Die Band, die seit dem Weggang von Janet Weiss im Jahr 2022 als Duo fortbesteht, stellt sich dem emotionalen Abgrund mutig entgegen und entwickelt aus der Krise heraus intim berührende und emotional mitreißenden Songs. „Little Rope“ klingt daher nicht nur nach einer notwendigen, erforderlichen Platte, sondern auch nach einer
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erfolgreichen Neuausrichtung ohne Verzicht auf die charakteristischen Mittel.
Sleater-Kinney und die breite Stil-Palette
Diese kraftvolle Kombination aus kreativer Energie und emotionaler Tiefe durchzieht alle zehn Titel der Platte. Die kantigen Gitarrenriffs in „Needlessly Wild“, „Small Finds“ und „Six Mistiges“ treffen auf mitreißende Melodien (hier vor allem das als Single ausgekoppelte und sehr tolle „Say It Like You Mean It“, „Hunt You Down“ und das überragende „Dress Yourself“). Die markanten Vocals von Carrie Brownstein und Corin Tucker schaffen eine fesselnde Atmosphäre. Die Vielfalt der Stücke auf „Little Rope“ ist beachtlich. Von kraftvollen Stompern, kantigen Fuzzern bis hin zu intimen Noise-Balladen („Crusaders“) präsentiert das Album eine breite Palette an Stilen. Die Produktion ist exzellent.
Kreativ und innovativ
Insgesamt ist „Little Rope“ ein beeindruckendes Kapitel in der musikalischen Geschichte von Sleater-Kinney. Das Album zeigt, dass die Band auch nach personellen Veränderungen weiterhin kreativ und innovativ bleibt. Fans werden sich abgeholt fühlen. Ein reifes Werk, dessen tragischer Hintergrund musikalisch transzendiert wird.
„Little Rope“ von Sleater-Kinney erscheint am 19.01.2024 bei Loma Vista / Concord. (Beitragsbild von Chris Hornbecker)





