
Aldous Harding: One Stop – Song des Tages
4. März 2026
Katherine Priddy: These Frightening Machines
4. März 2026Atemberaubend: Ganz im Alleingang erschafft Shabaka auf „Of The Earth“ Musik, die es so noch nie gegeben hat.
Der Tod von D’Angelo im Oktober vergangenen Jahres hat eine ganze Generation von Musikerinnen und Musikern innehalten lassen. Mit „Brown Sugar“ definierte er in den 1990er-Jahren eine Ästhetik, die Soul, Spiritualität und radikale künstlerische Selbstbestimmung auf ganz neue Art miteinander verschmolz. Seine Arbeitsweise – selbstbestimmt und kompromisslos – wurde zum Referenzpunkt für all jene, die Musik als Ausdruck einer inneren Notwendigkeit begreifen. Zu diesen Erben zählt auch Shabaka, einer der prägenden Köpfe der gegenwärtigen britischen Musikszene.
Die Shabaka-Synthese
Er selbst formuliert die Verbindung unmissverständlich: „Brown Sugar von D’Angelo war die erste CD, die ich gekauft habe, und sie weckte meine anhaltende Neugierde für die emotionalen Möglichkeiten, die ein selbst
produziertes und eingespieltes Album bietet. Diese Platte ist meine Hommage an die Freiheit des kreativen Selbstausdrucks. Vor der Pandemie konnte ich nur Klarinette und Saxophon spielen und wusste nichts über Musikproduktion – oder wie man Flöte spielt –, daher war dies eine Reise des Lernens und eine Reflexion über die Musik, die dabei entstanden ist.“
Mit „Of The Earth“, seinem neuen Soloalbum, das am 6. März 2026 auf dem eigenen Label Shabaka Records erscheint, zieht Shabaka die Summe aus dieser Reise. Nach dem introspektiven, stark flötenzentrierten Vorgänger „Perceive its Beauty, Acknowledge its Grace“ wirkt das neue Werk wie eine Synthese: Die tanzbare Dringlichkeit seiner Bands Sons Of Kemet und The Comet Is Coming verbindet sich mit der klanglichen Sensibilität und Atemkultur seiner jüngeren Soloarbeiten. Dass Shabaka sämtliche Stücke selbst geschrieben, eingespielt, produziert und gemischt hat, ist dabei mehr als eine biografische Fußnote – es ist ästhetisch…





