
Mia Wilson: Mia Wilson
14. Mai 2026
Sarah Lesch im Interview
14. Mai 2026Mit Vampire Weekend gelangen Rostam drei der besten Indiepop-Alben der vergangenen 20 Jahre. Wie schlägt er sich nun als Solokünstler?
von Werner Herpell
Mit Vampire Weekend war Rostam Batmanglij für einige der besten Alben der 2000er- und 2010er-Jahre verantwortlich. Das selbstbetitelte Debüt der von ihm mitgegründeten New Yorker Band (2008), der mindestens ebenso tolle Nachfolger „Contra“ (2010), das von vielen Musikkritikern als ihr absolutes Meisterstück gepriesene „Modern Vampires Of The City“ (2013) – meine Güte, das waren vor Energie, Esprit und Einfallsreichtum nur so sprühende Pop-Wundertüten, in denen Afrobeat und Indie-Rock, New Wave und Reggae, Folk und Punk, Singer-Songwriter-Pop und World Music so wunderbar harmonisch zueinander fanden wie wohl seit den Talking Heads nicht mehr.
Seit 2016 als Solokünstler unterwegs
Dann verließ Rostam, wie er sich als Solokünstler fortan kurz und bündig nannte, das hippe, erfolgreiche Quartett, um sich seit 2016 als Singer-Songwriter zu verwirklichen. Auch wenn Vampire Weekend ohne ihren Keyboarder und Producer mit dem
soften „Father Of The Bride“ (2019) und vor allem mit dem sensationell innovativen „Only God Was Above Us“ (2024) ihre Ausnahmestellung im Indiepop untermauerten („Album des Jahres“-Auszeichnungen bei Sounds & Books inklusive), war man doch stets gespannt, was dieser hochtalentierte Typ unter eigener Flagge hinbekommen würde.
Lange Rede, kurzer Sinn: Nach den gelungenen Rostam-Soloalben „Half-Light“ (2017) und „Changephobia“ (2021) beschert er ganz sicher auch vielen geneigten Vampire-Weekend-Fans ein weiteres Aha-Erlebnis mit „American Stories“. Tatsächlich ist …





