
Rodrigo y Gabriela: Monster – Song des Tages
13. Juni 2026
The Streets live in Hamburg 2026
13. Juni 2026Tour-Abschluss mit einem Heimspiel: Die Hamburger Indie-Dream-Pop-Band Band Roller Derby in der ausverkauften Prinzenbar.
Text von Gérard Otremba, Fotos von Christoph Nagel
So schnell vergeht die Zeit. Es ist tatsächlich schon wieder über ein Jahr her, als Roller Derby zuletzt in Hamburg spielten. Ende März 2025 im Bahnhof Pauli (Sounds & Books berichtete), gut einen Monat nach der Veröffentlichung des von uns besprochenen Debütalbums „When The Night Comes“. Es war dann also auch höchste Zeit für ein weiteres Heimspiel der Hamburger Indie-Dream-Pop-Band, diesmal am 12.06.2026 in der sehr vollen wie ausverkauften und mithin sehr warmen Prinzenbar. In der von Beginn an eine prima Stimmung herrschte. Sängerin und Keyboarderin Philine Meyer und Gitarrist Manuel Romero Soria – live wieder unterstützt von Izzy Ment (Bass, Backing Vocals) sowie Schlagzeuger Jannis Kleiß – werden in Hamburg von einer stetig wachsenden Fangemeinde verehrt – was sich im lautstarken Applaus bei diversen Songs bemerkbar machte.
Zahlreiche Songs des Tages auf der Setlist
Diejenigen von ihnen, die bereits beim frühen Support-Beginn um 19 Uhr dabei waren, konnten sich am Auftritt des Berliner Songwriters Dandy Deniz erfreuen, der mit entspannten, manchmal auch tanzbaren Indie-Grooves sommerliche Vibes verströmte (was man vom Hamburger Wetter momentan absolut nicht sagen kann). Als entspannt und tanzbar, ganz besonders aber als überaus harmonisch und melodieverliebt zeichnet sich auch der Roller-Derby-Sound aus. Wir verfolgen die RD-Karriere schon seit der Debütsingle „I Wish“ aus dem Jahr 2020 regelmäßig, mit zahlreichen Songs des Tages wiesen wir immer wieder auf diese überaus hörenswerte Musik hin – und einige von ihnen befanden sich auch auf der Setlist für das Abschlusskonzert der Frühjahrs-Tour. Darunter der Opener „Dreams“, das darauffolgende „Emily’s Dance“ sowie das ebenfalls auf dem Debüt befindliche „In Spring“.
Die tanzbaren Roller-Derby-Zugaben
Roller Derby führten wieder alle Lieder ihrer ersten Platte auf und man konnte sich mit diesen liebenswerten Musikkleinoden wieder so schön in andere Sphären beamen. Dazu noch „alte Klassiker“ wie das schmissige „Can’t See You“ und das herrlich poppige „Flying High“ sowie mit „Holy Waters“ und „Twisting“ zwei neue, noch nicht veröffentlichte Songs. Es geht also weiter, wenngleich das neue Material erst noch aufgenommen werden muss, es kann also mit der Single-Veröffentlichung noch etwas dauern. Gefühlt bekamen wir eine Ansammlung von Hits zu hören (die es verdient hätten, Hits zu werden).
In den Zugaben dann nur noch tanzbare Indie-Dream-Pop-Nummern: Das himmlische „Ready To Forget“, das schon nach dem ersten Gitarrenakkord lautstark bejubelte „Always On My Mind“ und als Schlusspunkt das trotz des vorwärtstreibenden Tempos sehr sehnsüchtig stimmende „Silver Jet“. Anmutige und beglückende Songs, von einer sympathischen Band live auf den Punkt gebracht. Hoffentlich muss Hamburg nicht noch ein weiteres Jahr auf das nächste Konzert warten.

















