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26. November 2025
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26. November 2025Der 80-jährige Rod Stewart holt bei seinem Konzert in der Hamburger Barclays Arena nochmal alles aus sich heraus
Text von Gérard Otremba, Fotos von Wanja Wiese
„One Last Time“ heißt die Rod-Stewart-Tour 2025, die in Deutschland am 25.11.2025 in der Hamburger Barclays Arena ihren Auftakt feierte. Ein letztes Mal treibt es also den mittlerweile 80-jährigen britischen Rock-Star in die Hallen dieser Welt, die er seit über 60 Jahren mit seiner charmant-rauen Stimme besingt. Pünktlich um 20 Uhr ging der Vorhang hoch, dahinter wartete bereits Rod Stewart mit seiner vielköpfigen Band, um das Konzert ohne Umschweife mit „Infatuation“ zu beginnen. Rod Stewart, der in den letzten 25 Jahren gegen zwei Krebserkrankungen kämpfen musste, bot in den kommenden knapp zwei Stunden eine mitreißende, mit zahlreichen Hits gespickte Show. Nicht weniger als ein Best-Of-Konzert wird von einer Rock-Legende wie Rod Stewart erwartet – und genau die bot er seinen Fans in der bis auf wenige freie Plätze vollbesetzten und bestuhlten Barclays Arena.
Mit Geigen und Harfe
Aber die Sitze interessierten die wenigsten seiner Fans, jedenfalls erhob sich das Gros der Gäste im Innenraum bereits beim ersten Song und blieb dort auch bis zum Schluss stehen. Rod Stewart brachte das große Besteck mit: Zwei Gitarristen, Bass, Keyboard, Saxophon, Drums, Percussion und sechs Damen, die sangen, tanzten und diverse Instrumente von Gitarre und Mandoline über Geige bis Harfe spielten. Ja, die Idee, bei „The First Cut Is The Deepest“ und dem anschließenden „Tonight’s The Night“ eine Harfe einzusetzen, war eine richtig gute. Stewart übertrieb es nicht mit irgendwelchen Star-Mätzchen, Küsschen rechts, Küsschen links, mal kurz mit dem Arsch gewackelt, hier und da ein Tänzchen, den Hüftschwung ausprobiert und ab und zu mal die Koketterie mit der eigenen, wilden Vergangenheit, auch das gehört zu dem einst als Playboy und Sexsymbol durch die Lande ziehenden Sänger und Songwriter.
Die Rod-Stewart-Hits
Und was sind das für großartige Hits, die er in Hamburg präsentierte. Unschlagbar der Dreierpack aus „Baby Jane“, „Young Turks“ und „Maggie May“ in der Mitte des Konzerts – und die alten Hits sind nicht eingestaubt, die knallen genauso gut rein wie vor vielen Jahren bei den jeweiligen Veröffentlichungen. Ganz stark aber auch seine Live-Version von „I’d Rather Go Blind“, ein Blues-Song von Etta James, bekannt auch inder Fassung von Chicken Shack. Zwischenzeitlich verschwand der Meister hinter den Kulissen, kurze Verschnaufpausen und Garderobenwechsel, während auf der Bühne weiterhin Hochbetrieb herrschte und seine Mädels „Lady Marmalade“, bzw. „Proud Mary“ in einer an Tina Turner angelehnten Fassung schmetterten.
Fußbälle und Luftballons
Zum Mitsingen die Balladen „I Don’t Want To Talk About It“ und „Sailing“, vor dem Disco-Groove-Monster „Da Ya Think I’m Sexy?“ konnten sich einige Fans über ins Publikum geschossene Fußbälle freuen und beim Konzertabschluss „Love Train“ mit von der Decke herabfallenden, großen und bunten Luftballons spielen. Rod Stewart macht nun wirklich das Beste aus seinem fortgeschrittenen Alter, das muss man ihm lassen. Wahrscheinlich war es sein letzter Auftritt in Hamburg, aber manchmal gehen „One Last Time“-Tourneen ja auch in die Verlängerung, man weiß ja nie. Und noch beherrscht Rod Stewart sein Handwerk richtig gut.

































