Der 80-jährige Rod Stewart holt bei seinem Konzert in der Hamburger Barclays Arena nochmal alles aus sich heraus
Text von Gérard Otremba, Fotos von Wanja Wiese
„One Last Time“ heißt die Rod-Stewart-Tour 2025, die in Deutschland am 25.11.2025 in der Hamburger Barclays Arena ihren Auftakt feierte. Ein letztes Mal treibt es also den mittlerweile 80-jährigen britischen Rock-Star in die Hallen dieser Welt, die er seit über 60 Jahren mit seiner charmant-rauen Stimme besingt. Pünktlich um 20 Uhr ging der Vorhang hoch, dahinter wartete bereits Rod Stewart mit seiner vielköpfigen Band, um das Konzert ohne Umschweife mit „Infatuation“ zu beginnen. Rod Stewart, der in den letzten 25 Jahren gegen zwei Krebserkrankungen kämpfen musste, bot in den kommenden knapp zwei Stunden eine mitreißende, mit zahlreichen
Hits gespickte Show. Nicht weniger als ein Best-Of-Konzert wird von einer Rock-Legende wie Rod Stewart erwartet – und genau die bot er seinen Fans in der bis auf wenige freie Plätze vollbesetzten und bestuhlten Barclays Arena.
Mit Geigen und Harfe
Aber die Sitze interessierten die wenigsten seiner Fans, jedenfalls erhob sich das Gros der Gäste im Innenraum bereits beim ersten Song und blieb dort auch bis zum Schluss stehen. Rod Stewart brachte das große Besteck mit: Zwei Gitarristen, Bass, Keyboard, Saxophon, Drums, Percussion und sechs Damen, die sangen, tanzten und diverse Instrumente von Gitarre und Mandoline über Geige bis Harfe spielten. Ja, die Idee, bei „The First Cut Is The Deepest“ und dem anschließenden „Tonight’s The Night“ eine Harfe einzusetzen, war eine richtig gute. Stewart übertrieb es nicht mit irgendwelchen Star-Mätzchen, Küsschen rechts, Küsschen links, mal kurz mit dem Arsch gewackelt, hier und da ein Tänzchen, den Hüftschwung ausprobiert …