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28. Mai 2026Renée Fleming und Béla Fleck zeigen auf „The Fiddle And The Drum“ mit Gästen wie Dolly Parton, wie handgemachte Musik klingt und warum KI emotional noch immer ungefähr so berührt wie ein Kundenservice Chatbot.
von Mia Lada-Klein
Mit „The Fiddle and the Drum“ veröffentlichen Renée Fleming und Béla Fleck ein Album, das ungefähr so weit vom heutigen TikTok-Schnellkonsum entfernt ist wie ein Holzschaukelstuhl von einem Gaming Chair mit LED Beleuchtung. Die fünffache Grammy-Gewinnerin trifft hier auf den 19-fachen Grammy-Gewinner und Banjo-Virtuosen Béla Fleck und gemeinsam widmen sie sich der Folk- und Bluegrass-Musik der Appalachen. Pünktlich zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten wird dabei tief in Amerikas musikalischer Vergangenheit gewühlt. Sehr
tief sogar.
Country-Charme von Dolly Parton
Der Opener „He’s Gone Away – Storms Are On The Ocean“ zeigt auch ganz deutlich, dass hier niemand den nächsten viralen Sommerhit zu schreiben versucht hat. Über sechs Minuten lang wird gesungen, gefiddelt und musiziert. Gute Laune ist hier eher nicht das Programm. Es ist Musik für Menschen, die sich lieber freiwillig bei Regen ans Fenster setzen und über das Leben nachdenken möchten.
Direkt danach folgt mit …





