Reinhard Kleist: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years

Reinhard Kleist: Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years

Noch einmal David Bowie. Der Phantastische Comiczeichner Reinhard Kleist erzählt die Ziggy-Stardust-Story

Er hat es wieder getan. Nach Johnny Cash, Fidel Castro und Nick Cave widmet sich Reinhard Kleist nun erneut David Bowie. Pünktlich zu dessen 75. Geburtstag erzählt der Comiczeichner in “Starman” die Ziggyfizierung des Superstars zum androgynen Besucher aus dem All mit Botschaften für die Außenseiter der Gesellschaft. Dafür verwebt Kleist die künstlerische Metamorphose, die Suche nach dem passenden Fit von Sound und Outfit, mit Rückblenden in Bowies Kindheit und den Zeitgeist der späten 1960er Jahre. So gelingt ihm auch eine Kontextualisierung des durchschlagenden Erfolges von Bowie.

David Bowie aus der Perspektive des Bewunderers

Reinhard Kleist Starman David Bowie's Ziggy Stardust Years Cover Carlsen Verlag

Besonders gelungen ist dieser Band immer dann, wenn Kleist einzelne Songs auseinandernimmt und die Songtexte plötzlich Beziehungen aufbauen zu Biografie und Umwelt des Popstars. Bowie erscheint so auch für Kenner und Fans in einem neuen Licht. Kleist ist selbst großer Bowie-Fan geblieben. Das merkt man auch diesem Werk an. Detailverliebt und gründlich recherchiert bleibt er auch in diesem Band in der Perspektive des Bewunderers, kommentiert bestimmte Ereignisse in der Musikerbiografie entsprechend euphorisch.

Ziggy Stardust lebt weiter

Was Fans befreite, wurde für Bowie selbst zur Last. 1973 tötet er bei einem Konzert sein Alter Ego – und legte damit den Grundstein für weitere Rollen, in die er später schlüpfte. Ziggy Stardust aber lebte weiter. Als Idee in den Köpfen vieler Musiker:innen, die er inspirierte, in der Erinnerung der Fans und vor allem in den Songs dieses gigantischen Albums. Eine Geschichte, die sich immer wieder zu erzählen lohnt. vor allem dann, wenn sie so phantastisch daher kommt wie Kleists Comics.

Reinhard Kleist: “Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years”, Carlsen, 176 Seiten, 25 Euro. Ebenfalls als Luxusausgabe für 59 Euro erschienen.

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