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11. Dezember 2025Rea Garvey gastierte mit seiner „Christmas Calling“-Tour am 09.12.2025 im Congress Center Hamburg
von Johanna Karajan
Wenn Rea Garvey zu seinem „Christmas Calling“-Konzert im Congress Center Hamburg (CCH) einlädt, dann darf man dort auch schon mal mit weihnachtlichem Kopfschmuck, Lametta, tannengrünem Glitzer und goldenen Pailletten erscheinen. Insgesamt hatte der irische Sänger bekannt als ehemaliger Coach aus „The Voice of Germany“ oder dem Rateteam aus „The Masked Singer“ ein sehr breites Publikum angezogen. Bei Gesprächen konnte man lauschen, dass er als „Teddy“ bezeichnet wurde und mit seiner Sympathie die Herzen der Fans gewinnt. Er überzeugte aber auch mit seiner tollen Stimme und Musik.
Mit seiner Publikumsnähe mit einem Bekenntnis zur besonders großen Liebe zu Hamburg und den Weihnachtsmärkten, viel Witz über Irish Pubs (wie es sie auch in Hamburg gibt) oder einem Norddeutschen Fußballderby, charmanter Selbstironie über sein Familienleben mit sieben Schwestern aber auch einer besonderen Ladung Tiefgründigkeit zur Weihnachtszeit machte Rea Garvey seinem Ruf alle Ehre. Da waren die Lieblingssongs der Weihnachtszeit „Driving Home For Christmas“, „Jingle Bells“ oder „Feliz Navidad“, auf die man sich ohnehin gefreut hat, nur ein Bonus. Der irische Pop-Rock-Sänger hatte im Rahmen seines Konzerts aber auch Originale aus seinem eigenen Weihnachtsalbum mitgebracht. An diesem hatte er bereits im Mai geschrieben, wie er erzählte.
Rea Garvey & Friends
Als Gastgeber führte Rea Garvey 2,5 Stunden lang ohne Support-Act selbst durch den Abend. Er wurde dennoch tatkräftig von seiner zehnköpfigen Band, darunter zwei Background-Sängerinnen unterstützt. Sängerin Leslie Joost brachte dabei mit Mariah Carey’s Weihnachtshit „All I Want For Christmas“ den Saal zum Toben. Außerdem lud sich der Sänger zwei Freunde ein. Seine Band verstand den Dress Code „schicker Fummel“. Sie hatte sich entsprechend in Pailletten und weiße Sakkos gekleidet hatte. Auch der Gastgeber trug für diesen festlichen Anlass einen Smoking. Doch Fernsehkoch Tim Mälzer trat als „dicke Hummel“ auf. So brachte er seinen Freund Rea mit einem Gedicht dazu, „Danny Boy“ zu singen. Gemeinsam sangen sie danach gemeinsam Dean Martin’s Klassiker „I’m Dreaming Of A White Christmas“. Aber wenn man schon mal in Hamburg als Hummel auftritt, dann ist „Mors, Mors“ auch nicht weit.
Michael Schulte als Gast
Kurz vor dem großen Finale kam noch „einer der erfolgreichsten deutschen Popsänger“ Michael Schulte (deutscher Vertreter beim Eurovision Song Contest 2017) auf die Bühne performte seinen aktuellen Hit „Beautiful Reason“. Garvey und Schulte verbindet eine 14-jährige Freundschaft und nachdem Schulte zu Beginn von Garvey’s Karriere ein Support-Act war, ließ der Ire es sich nicht nehmen zu betonen, wie sehr er sich nun über den musikalischen Erfolg von Michael Schulte, den er bei „The Voice of Germany“ wiedergesehen hatte, freut. Gemeinsam spielten die beiden Sänger auf der Gitarre eine Akustikversion von Reamonns Hit „Supergirl“ aus dem Jahr 2000. Jetzt wusste man, dass er den Eurovision Song Contest nicht ohne Grund erwähnt hatte („Die Iren haben den Eurovision Song Contest doppelt so oft gewonnen, wie die Deutschen eine Fußballmeisterschaft. Da sieht man wo die Stärken liegen.“).
Das Publikum gab nicht nur mehrfache Standing Ovations, sondern erhob sich auch von seinen Sitzplätzen im regelrecht ausgebuchten Saal des CCH und tanzte zur Musik. Diese machte mit ihrer geballten Ladung von Jazz und Swing große Laune. Es wurde gelacht, mitgesungen und mit Lametta-Stangen gewedelt. Da hatte man Rea Garvey doch davon überzeugt, dass es möglich ist, auch mit fester Sitzordnung in einem Konzert im CCH zu tanzen.
Insgesamt trat Garvey im Rahmen seiner weihnachtlichen Tour in elf Städten auf. Hamburg ist sein vorletzter Stopp. In Frankfurt am Main wird er zwei Mal auftreten. Doch man darf sich bereits auf nächstes Jahr freuen. Denn der Sänger hat bereits angekündigt, dass er das Konzert 2026 wieder nach Hamburg bringt. Rea Garvey’s „Christmas Calling“ is coming to town again.
(Beitragsbild: Pressefoto)




