Ray LaMontagne: Supernova – Album Review

Viele catchy Melodien auf dem fünften Album von Ray LaMontagne

von Gérard Otremba

So kosmisch wie der Titel des neuen Albums von Ray LaMontagne ist auch die Musik geworden. Auf Supernova, seinem fünften Longplayer, entführt uns der amerikanische Songwriter auf eine melodiebeseelte, spacige Reise durch die Musikwelt. Der 1973 in New Hampshire geborene LaMontagne hatte bereits auf seinen ersten drei Alben mit Ethan Johns einen berühmten Fachmann an den Reglern, nach dem selbstproduzierten Good Willin‘ And The Creek Don’t Rise, mit dem er bis auf Platz drei der US-Albumcharts stürmte, fand er für Supernova mit Dan Auerbach von den Black Keys eine weitere Produzentenkoryphäe. Dieser produzierte die Platte nicht nur, sondern spielte auf fast allen Songs Gitarre und trug mit seinen Backing Vocals zum Gelingen des Albums bei. Mit dem Eröffnungssong „Lavender“ schickt uns Ray LaMontagne in die ausgehenden 60er Jahre. Ein herrlich schwebender, entspannter Hippie-Sound, den uns LaMontagne, Auerbach und diverse Mitmusiker an Bass, Gitarre, Drums, Orgel, Piano, Mellotron und Pedal Steel präsentieren, während LaMontagne verträumt von einem unbeschwerten, aber längst vergangenen Tag unter dem lavendelfarbenen Himmel singt.

„Supernova“ mit Potential zum Sommerhit des Jahres 2014

Das nachfolgende „Airways“ schleicht sich als ein smoothie, sexy Soul-Blues ein, während „She’s The One“ zu einem Psychedelia-Blues-Rock mutiert, die Stimme LaMontagnes deutlich rauer als zuvor, der Einfluss der Black Keys vernehmbar. Sehr mystisch und bedrohlich beginnt „Pick Up A Gun“, das sich dann jedoch in einen sanften Folk-Pop-Rhythmus schmiegt, zum Wegdriften und Träumen schön, trotz des deprimierenden Textes einer nicht erwiderten Liebe. „Julia“ lebt von den abgehobenen Vocals LaMontagnes, gleichzeitig marschiert der Song dank Schlagwerk und Gitarre mutig voran, hingegen „No Other Way“ mittels Pedal Steel-Gitarre und „Lalala“-Chören durch Raum und Zeit schwebt. Mit einer unglaublich catchy Melodie reißt einen die Singleauskopplung „Supernova“ sofort mit. Ausgestattet mit Glockenspiel und Mellotron hat „Supernova“ das Potential zum Sommerhit des Jahres 2014. Zwischen akustischer Verzückung und explosiver Hymnik changiert „Smashing“ und „Djai“ und „Drive-In Movies“ zeugen wiederum von LaMontagnes Sinn für harmonische Melodien. Mit Supernova veröffentlicht Ray LaMontagne eine überaus liebenswerte neue Platte.

„Supernova“ von Ray LaMontagne ist am 02. Mai 2014 bei RCA / Sony Music erschienen.

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