Rancid: Trouble Maker – Album Review

Rancid: Trouble Maker – Album Review

 

Rancids neues Album ist das erhoffte Brett

17 Songs hat das Quartett für „Trouble Maker“ aufgenommen. Es sind Songs des Widerstands, der Auflehnung und Zusammenrottung. Aufforderungen zur Bandenbildung quasi. Und es sind Perlen im Werk der Band aus Berkeley, die sich selbst mit dem Überalbum „And Out Come The Wolves“ messen können. Das liegt nicht nur daran, dass Tim Armstrong, Lars Frederiksen, Matt Freemann und Branden Steineckert ihre Instrumente beherrschen, sondern vor allem am schnörkellosen Songwriting des Vierers. Auf-die-12-Tracks wie „Track Fast“, „All American Neighbourhood“ oder „This Is Not The End“ stehen neben countryesken Titeln wie „Telegraph Avenue“ und Ska-Nummern wie „Where I’m Going“.

Die Haupteinflüsse von Rancid sind seit eh und je Bands wie The Clash und The Specials sowie Glam-Rocker wie etwa T. Rex oder Slade (man höre nur „Bovver Rock an Roll“). Innovativ ist das Ganze natürlich nicht, aber das ist auch nicht die Aufgabe von Rancid. Sie erinnern mit ihrer Musik an eine Zeit, in der eine politische Haltung zur Band-DNA gehörte, in der Musik Menschen mit gleicher Gesinnung zusammenführte, um in Alternativen zu denken und Parallelgesellschaften aufzubauen. Rancid beherrschen das. Im 26. Jahr ihres Bestehens ist die Band noch immer ein beeindruckendes Kraftpaket, das unbeirrt die Fäuste ballt und auf Konfrontationskurs geht. Nur für 2:11 Minuten gönnen sich Rancid einen Anflug von Sentimentalität. In „“Say Goodbye To Our Heroes“ besingen sie den Verlust ihrer Vorbilder. Inzwischen sind sie längst selbst Helden.

„Trouble Maker“ von Rancid ist am 09.06.2017 bei Hellcat Records / Epitaph erschienen.

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