Portugal. The Man: Shish

Portugal The Man credit Nathan Perkel

Portugal. The Man sind eine Ausnahmeerscheinung, die definitiv Spaß macht. Die Melodien sitzen, die Extravaganz reizt, aber manchmal kippt’s ins Over-the-Top.

von Mia Lada-Klein

Portugal. The Man aus Alaska sind zurück und haben mit „Shish“ ein Album am Start, das sich zwischen Psychedelic Rock, Indie, Pop, Funk und elektronischen Spielereien bewegt. Der Opener „Denali“ gibt den Ton an: Indie trifft auf dezente Dissonanzen, ein bisschen chaotisch in der Mitte, aber charmant genug, um weiterzuhören. Wer auf klassische Songstrukturen hofft, wird hier aber schnell eines Besseren belehrt, denn die Band liebt Überraschungen, manchmal ein wenig zu

sehr.

Portugal. The Man: Höhen, Tiefen und Nervensägen

Portugal The Man Shish Albumcover

„Pittman Ralliers“ beginnt mit einem wilden Garagen-Rock-Anflug, der eher nervt als begeistert. Plötzlich fragt man sich: Warum quäle ich mich weiter? Die Antwort liefert „Angoon“. Shoegaze-Atmosphäre trifft Indie, ein Gitarrensolo in der Mitte setzt genau den richtigen Akzent. Der Titeltrack „Shish“ bringt gute Ansätze mit, aber die permanente Dissonanz und Übertreibung nerven irgendwann. Nein, nicht jeder Song muss auffallen, manchmal ist Zurückhaltung spannender. Portugal. The Man spielt …

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