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22. Juli 2025Patty Griffin macht mehr als Musik. Sie erzählt. Wie eine alte Freundin, die in jeder Lebenslage zur Gitarre greift und einfach singt, als wäre es das Natürlichste der Welt.
von Mia Lada-Klein
Patty Griffin ist zurück. Sechs Jahre nach ihrem letzten Studioalbum erhebt die zweifache GRAMMY-Preisträgerin erneut ihre Stimme. Leise, bedächtig, aber mit umso mehr Nachdruck. Ihr elftes Studioalbum „Crown Of Roses“ wirkt wie ein stiller Monolog inmitten einer Welt, die immer lauter wird. Und genau das ist Patty Griffins Stärke: Sie schreit nicht. Sie mahnt nicht. Sie haucht, sinniert und trifft damit mitten ins Herz.
Patty Griffin mit Tarantino-Vibes
Der Auftakttrack „Back At The Start“ groovt sich als
düster-angehaucht ins Ohr. Und könnte genauso gut in einem Tarantino-Soundtrack landen. Der Song erzählt von Rückschlägen, dem ewigen Gefühl, wieder bei null anzufangen und von der Hoffnung, dass es nie zu spät ist. Resilienz als Film-noir-Version. Cool, reduziert und mit dieser Patty-Griffin-Schärfe zwischen Schmerz und Trost.
Leise Gitarren, zart wie aus einem italienischen Hinterhof, und Patty Griffins Stimme, die fast zu flüstern scheint. So klingt „Born In A Cage“. Inhaltlich geht’s um Angst, Entfremdung und den schleichenden Verlust von Freiheit. Es ist fast schon ein Protestlied, aber eben im Patty-Stil: leise, poetisch, schwerelos.
Auch „The End“ bleibt filmisch. Es erinnert an eine melancholische Szene zwischen Abschied und Neubeginn. Hier verschwimmt das Emotionale mit dem Erzählerischen. Es ist das, was Patty Griffin am besten kann: ein Song wie ein Wimpernschlag, in dem eine ganze Geschichte steckt.
Wer sich „Long Time“ anhört, sollte sich vorher seelisch wap…





