Os Barbapapas: DooWooDooWoo

Os Barbapapas: DooWooDooWoo

Ambitioniertes und virtuoses Debüt zwischen Bossa Nova, Jazz, Tropical und Psychedelia von Os Barbapapas

Ob sich dieses Quartett aus Brasilien mit der Namensgebung einen Gefallen getan hat, darf zumindest angezweifelt werden. Sicher, Humor und Augenzwinkern sind wichtige Zutaten im SciFi- und Psych-Sound dieser Truppe. Der Name unterschlägt andererseits aber auch die hohen musikalischen Ambitionen und die virtuose Umsetzung des Vierers. Wahrscheinlich ist, dass Os Barbapapas einfach keine Lust auf Schubladen haben. Diese Vermutung wird auch durch die Musik auf “DooWooDooWoo” (noch so eine fragwürdige Titelgebung) unterstrichen.

Os Barbapapas mögen’s wild

Os Barbapapas DooWooDooWoo Cover Fun In The Church

13 Tracks in knapp 26 Minuten vereint das Debüt dieser Band, die irgendwo es sich zwischen Bossa Nova, Jazz, Tropical und Psychedelia gemütlich macht. Oder anders beschrieben: Die Namen, die einem beim Hören dieser Tracks durch den Kopf schießen, sind unter anderem Ravi Shankar, Charlie Haden (“Sambeven”) , Charles Mingus (“Grou”), Frank Zappa (“Zaatar”), Khruangbin (“Iiiiriri”) und Santana (Titelstück). Klingt wild, ist es auch. Und bei weitem nicht nur rückwärtsgewandt. Der Einsatz moderner Instrumente und die lupenreine Produktion sorgen dafür, dass trotz freudiger Referenzraterei immer 2021 ist.

Kaum zu bändigen

Was diese Platte so bemerkenswert macht, ist die überbordende Kreativität, mit der hier agiert wird. Kaum ein Takt gleicht dem vorherigen, die Melodiebögen nehmen ständig unerwartete Umwege und die Rhythmusgruppe ist kaum zu bändigen. Das alles macht wahnsinnig viel Spaß und ist so erfrischend anders als so viele andere eher am Verlust orientierte Musikangebote im Lockdown-Zeitalter. Und so ist “DooWooDooWoo” ein herrliches Sommeralbum, das wie ein kunterbunter Flummi durchs Wohnzimmer springt. Tipp!

“DooWooDooWoo” von Os Barbapapas erscheint am 30.04.2021 bei Fun In The Church. (beitragsbild von Rafael Avancini)

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