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30. September 2025Die schwedische Progressive-Metal-Band Opeth zum zweiten Mal in Hamburg im Jahr 2025, diesmal in der ausverkauften Laeiszhalle
Text und Fotos von Wanja Wiese
Eine ungewöhnlicher Konzertsaal für eine Progressive-Metal-Band, das bemerkte auch Mikael Åkerfeldt, der Kopf der Band bei einer seiner ersten Ansprachen ans Publikum beim Auftritt am 29.09.2025 in der Laeiszhalle. Sonst spiele man eher in Clubs, die für die härteren Klänge bekannt seien. Es war im Übrigen das zweite Mal in diesem Kalenderjahr, dass die Schweden in Hamburg gastierten (Sounds & Books berichtete aus dem Docks) . Die Setlist war jedoch eine andere, auch wenn wieder einige „Paragraphen“ (einige Songs des jüngsten Albums „The Last Will And Testament“ sind so benannt) dabei waren, aber auch Stücke aus den Anfängen der Truppe, um nochmal zu verdeutlichen wie Melodic Black Metal Mitte der 90er Jahre klang.
Teure Opeth-Tickets
Ausverkauft war die Spielstätte, trotz der recht happigen 90 Euro, die für einige Plätze veranschlagt wurden. Im günstigsten Falle war man mit knapp 60 Talern dabei. Kultur müsse man sich eben leisten können, würden an dieser Stelle die ewigen Verteidiger der immer teurer werdenden Tickets erwidern, ich finde es absolut daneben. Am heutigen Abend brauchte ich wesentlich länger, als gedacht, um richtig mitgerissen zu werden. Das lag weder an der Vorband Paatos, die durchaus mein Interesse geweckt hat, noch am Klang, der zwar zu Beginn des Opeth-Konzerts etwas zu basslastig war, doch später besser abgemischt wurde, sondern an der Songauswahl, mit der ich in der ersten Hälfte des Konzertes nicht ganz so viel anfangen konnte.
Lange Zugabe wie bei Steven Wilson
Stimmungsvoll war das Konzert dennoch, was auch an dem wirklich tollen Licht lag, das die Laeiszhalle zusammen mit den Nebelmaschinen sehr gekonnt zu einem Geisterschloss werden ließ, um sie im nächsten Augenblick wieder in eine Kapsel zu verwandeln, die durch einen Zeitstrudel gerissen wurde. Das war nebenbei bemerkt auch sehr schön zu fotografieren!
Nach ungefähr einer Stunde war ich jedoch drin und sehr enttäuscht, als es wenig später hieß, man habe nur noch zwei Stücke, schließlich müsse man am nächsten Tag in Luxemburg spielen, dort im „Metalzentrum Europas“ sei man irgendwann im Verlauf der Geschichte der Band schon aufgetreten.
Eine Zugabe gab es noch obendrauf, aber was für eine! So eine 21 Minuten-Nummer gibt es in diesen Zeiten nicht mehr von so vielen Musikern als Nachschlag, außer beispielsweise von Steven Wilson, mit dem Mikael Åkerfeldt befreundet ist. Die beiden haben 2012 im Übrigen auch ein gemeinsames Album herausgebracht mit dem Titel „Storm Corrosion“, so heißt auch das Projekt der beiden.
























