Eine maximal charmante Indie-Pop-Debüt-EP veröffentlicht die in Berlin lebende Songwriterin Nina Caroline mit „Outsider“
von Gérard Otremba
Es hat sich bereits im Juni angedeutet, dass die Debüt-EP von Nina Caroline eine richtig gute werden könnte. Damals stellten wir die Vorabsingle „It’s Not Me Who’s Missing You“ vor, ein eleganter und eingängiger Songwriter-Folk-Pop-Track, den irgendwo zwischen Catt, Holly Humberstone und Fleetwood Mac eingeordnet habe. In die Richtung von Phoebe Bridgers und Bridget Kearney wiederum tendierte dann ein paar Wochen später „Radio Silent“ und toppte den schon vorzüglichen Vorgänger noch. Die aus Frankfurt stammende und in Berlin lebende
Nina Caroline Wegener zog schon als Kind die Aufmerksamkeit auf sich und gewann mit elf Jahren den Wettbewerb „Dein Song“ bei ZDF KIKA. Mit 17 folgte der Wechsel nach England zum Musikstudium, bevor 2024 die ersten selbstveröffentlichten Singles erschienen.
Nina Caroline legt den Schalter um
Dieses Jahr lernte sie den Berliner Produzenten und Musiker Birk Butchereyt (Catt, Brockhoff, Tiflis Transit) kennen. Mit dem sie „Radio Silent“ schrieb. Ein Moment, der den Schalter für Nina Carolina umlegte und das Ergebnis heißt „Outsider“, die sechs Songs umfassende Debüt-EP. Auf der sich die erwähnten beiden Lieder befinden sowie der treibende und eingängige Indie-Pop-Titeltrack, der mit luftigen Synthies und einem sich einschmeichelnden Refrain aufwartet. Das lässige „Faking My Own Death“ hingegen baut sich langsam auf und endet überraschend auf dem Höhepunkt. Die balladeske und auch etwas folkigere Seite offenbart Nina Caroline in „The Intruder“ und „Bad…