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25. Juli 2025Wer auf zart schimmernde Soundlandschaften steht, wird in „Double Life“ durchaus versinken können. Für alle anderen bleibt: hörbar, aber kein Pflichtprogramm.
von Mia Lada-Klein
„Double Life“ von Night Moves: Zwischen Hall und Highway-Romantik
Sechs Jahre haben sich Night Moves aus Minneapolis Zeit gelassen und liefern mit „Double Life“ nun ein viertes Album, das sich anfühlt wie ein Sonntagmorgen mit Sonnenbrille: entspannt, nostalgisch, etwas verwaschen, aber durchaus charmant. Am 25. Juli erscheint der Longplayer und bewegt sich irgendwo zwischen Indie-Rock, Soul-Retro-Schimmer und leichtem Psychedelic-Flimmern.
Einstieg mit Stil oder zumindest mit Flimmer
Gleich der Opener
„Trying To Steal A Smile“ zeigt: Die Jungs haben ihre Grundrezeptur nicht groß verändert. Es ist eine Indie-Nummer mit weichem Beat, glitzernden Melodien und einem psychedelischen Ausklang, der etwas verspätet auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. Danach kommt mit „Daytona“ eine kleine Überraschung, wie eine Hommage an 80s-Pop? Ein Synth-Wave-Flirt? Jedenfalls schimmert hier der Glanz vergangener Jahrzehnte durch, bis man sich fast sicher ist, dass John Frusciante gleich mit einem Solo um die Ecke biegt.
Soul, Synths und sanfte Seitenhiebe
Mit „Hold On To Tonight“ wird’s dann richtig gefühlvoll. Synthies, Hall, eine warme Gitarre und das Ganze im Gewand einer verträumten Soul-Nummer. Fast zu schön, um wahr zu sein. „State Sponsored Psychosis“ klingt zwar nach LSD-Trip im Regierungsauftrag, ist aber eher ein samtweicher Slow-Burner. Erneut mit souligen Untertönen, fast zu zahm für den wilden Titel.
„Ring My Bell“ bringt etwas Bewegung ins Spiel.…





