Neil Young With Crazy Horse: Early Daze

Neil Youg With Crazy Horse Early Daze Cover

Diese alternativen Songversionen aus dem Jahr 1969 lassen die Herzen der Fans von Neil Young und Crazy Horse höher schlagen

von Gérard Otremba

Nachdem uns Neil Young erst im April mit dem von Sounds & Books rezensierten „Fu##in‘ Up“ erfreut hat, geht die Schatzhebung nun mit „Early Daze“ weiter. War „Fu##in‘ Up“ eine sehr neue und superbe Würdigung seines überragenden 1990er-Werks „Ragged Glory“, so katapultiert uns Neil Young nun in die Anfangszeit mit seiner kongenialen Begleitband Crazy Horse. Auf „Early Daze“ versammeln sich zehn im Jahre 1969 aufgenommene Songs, mithin bekannte Titel, die hier indes in bisher zumeist noch nicht veröffentlichten Versionen erscheinen und auch in dieser Zusammenstellung erstmals das Licht der Welt erblicken.

Crazy Horse in der Originalbesetzung

Neil Youg With Crazy Horse Early Daze Cover

Die Band Crazy Horse bestand

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damals aus Danny Whitten (Gitarre und Gesang), Ralph Molina (Schlagzeug und Gesang), Billy Talbot (Bass und Gesang) sowie Jack Nitzsche (Keyboards, Tamburin und Gesang) und gehörte mit Neil Young an ihrer Seite neben The Band zu den Vorreitern des später als Americana bezeichneten Genres. Folk-Rock und Garagenrock in heiliger Eintracht, mal hoch melodiös, mal rumpelnd und mal ausufernd. Die hervorragend abgemischten Songs auf „Early Daze“ wurden von David Briggs und Neil Young produziert, mit Ausnahme von „Dance, Dance, Dance“, das Young mit Jack Nietzsche produziert hat. Die Version des Openers „Dance, Dance, Dance“ ist Eingeweihten von den „Archives Vol. 1“ bekannt, und die hier vorliegende Fassung von „Cinnamon Girl“ entspricht dem Original-Mono-Mix der am 20. April 1970 veröffentlichten 7“, die ein auf der LP-Ausgabe nicht vorhandenes Gitarren-Outro enthält.

Glorreiche Alternativversionen von Neil Young

Alle anderen  Tracks erscheinen nun in bisher unveröffentlichten Versionen. „Winterlong“ geht immer schwer unter die Haut, hier erwischt einen dieser so unfassbar wehmütige Song aber mal so richtig. Auch „Helpless“ in leicht veränderter Instrumentalbesetzung verliert in keiner Sekunde seine Wirkung, ähnlich wie die traumhaft schöne Variante von „Birds“, man schmilzt einfach dahin. Und den Closer „Down By The River“ singt der 1945 geborene Kanadier so salbungsvoll wie nie mehr danach. Ein Jahrzehnt neigte sich dem Ende, für Neil Young und Crazy Horse war es mit dem gemeinsamen Debüt „Everybody Knows This Is Nowhere“ Beginn und Aufbruch in eine bewegende Zukunft. „Early Daze“ verdeutlicht die Wichtigkeit dieser ersten Sessions.

„Early Daze“ von Neil Young With Crazy Horse erscheint am 28.06.2024 bei Reprise / Warner Music. (Beitragsbild: Albumcover)      

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