Neil Young & Crazy Horse: Way Down In The Rust Bucket

Neil Young & Crazy Horse: Way Down In The Rust Bucket

Großartiger Neil-Young-Konzert-Mitschnitt mit Crazy Horse vom November 1990

Nachdem Neil Young die 1989 mit „Freedom“ die Zeit der mediokren Alben wie „Landing On Water“ und „Life“ beendete, war ein Jahr später wieder ein Monster-Album mit Crazy Horse an der Reihe. Die Geffen-Phase mit elektronischen Experimenten („Trans“), Rockabilly („Everybody‘s Rockin‘“) und  Country („Old Ways“) lag hinter ihm, das soulige „This Note‘s For You“ leitete die neue Ära bei Reprise ein und mit dem im September 1990 veröffentlichten Album „Ragged Glory“ knüpfte der 1945 in Toronto geborene Musiker wieder an sein unumstrittenes Meisterwerk „Rust Never Sleeps“ an. Jedenfalls zeigten sich Gitarrist Frank Sampedro, Bassist Billy Talbot und Schlagzeuger Ralph Molina wieder wesentlich durchschlagskräftiger als 1987 auf „Life“.

Neil Young & Crazy Horse live in Santa Cruz

Neil Young Way Down In The Rust Bucket Cover Reprise Records

Auch Neil Young als Songwriter sah allein mit den beiden 10-minütigen Brechern „Love To Burn“ und „Love And Only Love“ sowie den nicht viel kürzeren „Country Home“ und „Over And Over“ wesentlich besser aus als auf den meisten seiner 80er-Alben. Am 13.11.1990 traten Neil Young & Crazy Horse im The Catalyst in Santa Cruz auf, um die Songs ihres neuen Werks erstmals vor Publikum zu präsentieren. Das dieses Konzert einfangende Live-Dokument „Way Down In The Rust Bucket“ umfasst insgesamt 19 Songs auf zwei CDs, respektive vier LPs. Neben den neuen Songs „Love To Burn“, „Farmer John“, „Over And Over“, „Fuckin‘ Up“, „Mansion On The Hill“ und „Love And Only Love“ feierten auch „Surfer Joe And Moe The Sleaze“ und – noch viel wichtiger – „Danger Bird“ von 1975 erschienenen „Zuma“-Album ihre Live-Premieren. Hier in einer über zehn minütigen Version, düster-dräuend und psychedelisch-flirrend.

Ein überragendes, 13-minütiges „Like A Hurricane“

Auf 13 Minuten Lauflänge schafft es sogar das mal wieder überragende „Like A Hurricane“ und mit dem abschließenden „Cortez The Killer“, „Cinnamon Girl“ und „Sedan Delivary“ standen noch weitere Neil-Young-All-Time-Favourites – und mit „Don’t Cry No Tears“ ein Lieblingslied des Schreibers dieser Zeilen – auf der Setlist. Neil Young & Crazy Horse brennen auf „Way Down In The Rust Bucket“ natürlich wieder ein Gitarren-Feuerwerk sondergleichen ab, das sich als ein blendender Vorgeschmack auf oder als fabelhafte Alternative für das 1991 erschienene Live-Album „Weld“ definiert. Greift man zum Deluxe-Boxset, das mit zwei CDs, vier LPs sowie einer DVD bestückt ist, kommt der geneigte Fan noch in den Genuß  einer 13-minütigen Fassung von „Cowgirl In The Sand“, die ausschließlich auf der DVD erhältlich ist.

„Way Down In The Rust Bucket“ von Neil Young & Crazy Horse erscheint am 26.02.2021 in diversen Formaten bei Reprise / Warner Music. (Beitragsbild: Albumcover)

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