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9. Januar 2026Vom Bürgerkrieg in Liberia bis zum Debütalbum „Bloodline“ war es für Mon Rovîa ein weiter und oft gefährlicher Weg. Zum Glück hat er ihn geschafft.
von Werner Herpell
„Heilung durch Musik“ – so betitelte Deutschlandfunk Kultur kürzlich sein Radiofeature zum „Album der Woche“. Es ging um „Bloodline“, das Debüt des hierzulande noch unbekannten schwarzen Singer-Songwriters Mon Rovîa, dessen Musik aber so gar nicht „schwarz“ klingt. Sondern eher nach dem hauchfeinen Songwriter-Folk eines Paul Simon, Cat Stevens oder – um aktuellere Vergleiche anzubieten – Sam Beam (Iron & Wine) und Ray LaMontagne.
Einem Leben als Kindersoldat entkommen
Der junge Mann stellt sich auf seiner Bandcamp-Seite selbst so vor, und die wenigen bescheidenen Sätze bestätigen die
Überschrift des Rundfunksenders: „Ich bin Mon, geboren in Mon Rovia, Liberia. Mein Leben lässt sich so zusammenfassen: Ich wurde in einen Bürgerkrieg hineingeboren, entkam dem Leben als Kindersoldat und wurde von Missionaren gerettet. Ich verbrachte einen Großteil meiner Entwicklungsjahre an verschiedenen Orten und sammelte zahlreiche Lebenserfahrungen. Hinzu kam noch die Assimilation, die ich als transrassisch adoptierter Flüchtling empfand. Meine Musik ist, kurz gesagt, eine Zusammenfassung dieser Erfahrungen, gemischt mit dem Mitgefühl, das ich für die Erfahrungen anderer empfinde. Die Mission meiner Musik ist es, gemeinsam mit anderen zu heilen – mit jeder Nation und Sprache, zu gegebener Zeit.“
Hört man die 16 „Bloodline“-Songs (okay, es sind vielleicht insgesamt ein paar zuviel, aber Mon Rovîa hat halt auch was zu erzählen) vor diesem Hintergrund, entsteht das Bild eines Menschen, dessen Sanftheit und Sensibilität – und wohl auch etwas Glück – ihn vor s…





