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22. Januar 2025Erstens kommt es anders und zweitens als man es von Mogwai kennt: Die schottischen Postrock-Giganten liefern auf gewohnt hohem Niveau
von Sven Weiss
Kaum ein Genre wurde so oft totgesagt wie Postrock. Doch immer dann, wenn man ihn zu Grabe tragen will, kommen Mogwai mit einem neuen Album um die Ecke. Dabei machen die Schotten gar nicht so viel anders als ihre Genrekollegen. Dem Sog ihrer raffinierten Soundgemälde kann man sich jedoch kaum entziehen. Das ist wohl der Grund, warum diese Band seit nunmehr 30 Jahren im Reich der Klangalchemisten auf dem Thron sitzt – diese Fähigkeit, ihre Soundwelten immer frisch zu halten und dabei souverän zwischen glitzerndem Sternenstaub und gewaltigen Vulkaneruptionen zu changieren.
Mogwai legen falsche Spuren
Apropos Vulkan: Ein solcher ziert das
Cover des neuen Albums, das dann auch noch passenderweise „The Bad Fire“ betitelt ist. „The Bad Fire“ ist Glasgow-Slang für die Hölle und der geneigte Fan freut sich schon darauf, dass ebenjene auf dem Album losbrechen mag. Aber Mogwai wären nicht Mogwai, wenn sie nicht mit diebischer Freude ständig falsche Spuren auslegen würden. Zwar gibt es durchaus den einen oder anderen Ausbruch, aber wütend ist „The Bad Fire“ nicht. Eher klingt es versöhnlich, fast gut gelaunt. Was überraschend ist, da das Album die schwere Zeit reflektieren soll, die einige Bandmitglieder privat durchmachen mussten.
Diese kleinen Überraschungen sind das, was die Musik der Band immer noch frisch hält. Ein Trick, der bereits beim Opener „God Gets You Back“ wunderbar aufgeht. Der Track beginnt mit einer einfachen Arpeggio-Figur, unter der langsam Spannung aufgebaut wird. Das ist so Mogwai. Und das ist so gut. Doch dann überraschen die Schotten mal wieder. Denn es kommt eben nicht die verzerrte Gitarre, die man erwa…





