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7. Februar 2025Die schottischen Postrock-Giganten von Mogwai liefern verlässlich ab. Und doch bleibt die Stimmung am 06.02.2025 in der Großen Freiheit merkwürdig gebremst.
Text von Sven Weiss, Fotos von Wanja Wiese
Am Ende fühlt sich selbst die Barfrau bemüßigt, die Zuschauer zu etwas mehr Applaus zu animieren. Nicht dass es unbedingt notwendig wäre. Natürlich werden Mogwai zurückkommen und eine Zugabe spielen. Aber sie spürt wohl, dass irgendetwas fehlt. Was genau ist schwer zu sagen.
Am musikalischen Programm kann es nicht liegen. Alles ist angerichtet für einen grandiosen Abend. Das beginnt mit dem Support, den Kathryn Joseph bestreitet. Die Schottin hat ihre
letzten beiden Alben auf dem Mogwai-eigenen Label Rock Action Records veröffentlicht. Nun bietet sie ihre zerbrechlichen Songs auf der großen Bühne dar – ganz alleine mit ihrem Wurlitzerpiano und ihrer stark an Kate Bush erinnernden Stimme. Die Musik der Frau ist genial, verschroben und unbedingt zu empfehlen. Aber das soll hier jetzt nicht Thema sein. Vor dem Publikum in der randvollen Großen Freiheit, das nun mal hier ist, um sich von gigantischen Soundwänden in ohrenbetäubender Lautstärke umblasen zu lassen, wirkt sie doch leicht deplatziert. Immerhin, höflichen Applaus erntet sie und freut sich sichtlich darüber.
Ein Gefühl wie beim Klassentreffen
Den Applaus haben Mogwai schon sicher, bevor sie nur einen einzigen Ton gespielt haben. Die Band ist in ihrem 30. Jahr, und viele der Anwesenden dürften einen großen Teil dieser Strecke mitgegangen sein. So fühlt es sich …




