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26. August 2025Modern Nature liefern genau den Soundtrack für das Ausklingen aus der Welt. Wer Ruhe sucht im schnelllebigen Alltag, wird bei Jack Cooper und seiner Crew fündig.
von Mia Lada-Klein
Modern Nature melden sich mit „The Heat Warps“ zurück, und ja, Jack Cooper bleibt das kreative Zentrum. Der Ex-Ultimate-Painting- und Mazes-Mann zieht hier wieder alle Register, nur eben nicht die, die einem sofort um die Ohren fliegen. Stattdessen gibt’s neun Tracks, die klingen, als wollten sie lieber den Raum füllen als ihn erobern.
Modern Nature: Smoothes Opening statt lauter Knall
Los geht’s mit
„Pharaoh“. Klingt erstmal, als wäre er irgendwo zwischen einem staubigen Western und einem „Ocean’s Eleven“-Soundtrack vergessen worden. Smooth, leicht retro, und definitiv ein Start, der eher lächelt, als dass er losbrüllt. „Radio“ als nächster Track klingt vom Namen her nach Tempo, aber Modern Nature machen genau das Gegenteil: sanfter Gesang, zurückhaltende Gitarre, ein Schlagzeug, das entspannt vor sich hin plätschert. Wer hier Action sucht, ist falsch. Hier regiert Entschleunigung. Und zwar die radikale. Mit „Takeover“ schleicht sich dann tatsächlich ein Hauch Indie-Grunge ein. Aber trotzdem gibt es keinen Ausbruch, kein Reißverschluss-Sound, aber ein kleines Aufflackern im ansonsten sanften Strom. Und genau darum geht’s auf „The Heat Warps“: um Klangwelten, nicht um Hooks.
Modern Nature: Entschleunigung als Konzept
Das Album bleibt durchgehend ruhig, fast meditativ. Es will nicht fordern, sondern einlullen, aber im besten Sinn. Perfekt, um runt…





