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22. Mai 2026Eine Songwriter-Karriere, zusammengefasst als Musical: „The House Must Win“ stellt den beeindruckenden irischen Folkie Mick Flannery vor.
von Werner Herpell
Nicht nur in punkto Spieldauer mit 22 Tracks in 60 Minuten ist „The House Must Win“ von Mick Flannery ganz klar als Großwerk konzipiert und auch erkennbar. Sein neuntes Album in 20 Jahren fasst eine spannende Karriere zusammen, erzählt es doch die Entwicklung vom unbekannten irischen Singer-Songwriter aus der Nähe von Cork zum Verfasser eines erfolgreichen Folk-Musicals, das kürzlich in der Heimat eine umjubelte Premiere hatte.
Viele Promi-Gäste auf Flannerys Großwerk
Neuinterpretationen von Liedern des Debüts „Evening Train“ (2007) und zehn neue Stücke mit teils opulenten
Orchesterarrangements bilden quasi die Quintessenz von Flannerys Schaffen – inklusive prominenter Gäste wie Jenn Grant, Lisa Hannigan, Susan O’Neill und Grammy-Preisträgerin Anaïs Mitchell (Bonny Light Horseman) auf der Platte. Das Doppelalbum „The House Must Win“ ist aber nicht nur ambitioniert, sondern wirklich wunderschön geraten – es lädt zur Entdeckung dieses bei uns noch nicht so bekannten Musikers ein, der als Vorbilder Kurt Cobain, Bob Dylan, Leonard Cohen und vor allem Tom Waits nennt (dessen Einflüsse man besonders stark heraushört, etwa im lärmigen Rumpel-Folkrock von „Daddy“ oder im Titeltrack).
Flannery (42) scheint auch ein freundlicher Zeitgenosse und Kollege zu sein, denn er teilt das Rampenlicht seiner Lieder nicht nur großzügig in mehreren Duetten, sondern überlässt es einer Sängerin sogar vollständig: „I’ll Be Out…





