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17. Februar 2026Michael Monroe ist zwar fest im Rock verankert, kann es aber nicht lassen, ständig mit anderen Genres zu flirten und packt auf seinem 13. Soloalbum entsprechend einige überraschende Stil-Ausreißer aus.
von Mia Lada-Klein
Mit „Outerstellar“, dem inzwischen 13. Soloalbum des finnischen Glam-Rock-Haudegens Michael Monroe, schickt uns der Altmeister auf eine Reise durch seine musikalische Welt, die weniger nach schwereloser Weite als nach verschwitztem Rock’n’Roll-Club riecht. Der Opener „Rockin’ Horse“ galoppiert los und weckt mit den ersten Klängen Erinnerungen an Gluecifer, die nach über zwanzig Jahren Pause erst kürzlich mit „Same Drug New High“ zurückgekehrt sind. Der Rock’n’Roll-Vibe ist hier jedenfalls sofort spürbar.
Michael Monroe und der Weltuntergang zum Mitsingen
„Black Cadillac“ rollt anschließend mit ordentlich verzerrter Gitarre um die
Ecke und bleibt der rotzigen Rock’n’Roll-Linie treu. Alles scheppert, alles groovt, alles sitzt und Michael Monroe klingt dabei so geschniegelt-ungepflegt wie eh und je. Etwas zugänglicher wird es dann mit „When The Apocalypse Comes“. Der Titel verspricht zunächst apokalyptische Schwermut, doch stattdessen serviert Michael Monroe einen überraschend poppigen Rocktrack, der beinahe unverschämt fröhlich daherkommt. Weltuntergang zum Mitsingen, sozusagen.
Mit „Painless“ wird es schließlich düsterer und kantiger, näher am emotionalen Kern. In der Mitte kommt überraschend ein solides Gitarrensolo, während im Grundgefühl ein Hauch Grunge mitschwingt. Die Kombi ist erstaunlich gut und steht Michael Monroe wirklich, auch wenn er selbst sich wahrscheinlich eher im rebellischen Rock’n’Roll-Kosmos verortet und sich dort sicherlich am wohlsten fühlt.
Michael Monroe und sein Genre-Hopping mit einem Augenzwinkern
Wie vielseitig das Album aber tatsächli…





