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21. April 2026„Stadion-Indierock“ zwischen Euphorie und Melancholie: Die kanadische Band Metric gewinnt ihrem Erfolgsrezept ein weiteres gutes Album ab.
von Werner Herpell
Mit der Bandwurmbezeichnung „first-rate new wave-inspired stadium indie rock“ hat das stets vertrauenswürdige Onlinemagazin „Allmusic“ mal die Musik von Metric eingenordet. Und damit ein Stück weit das Phänomen erklärt, warum dieses langlebige Projekt um Sängerin Emily Haines und den Keyboarder/Gitarristen Jimmy Shaw längst aus einer Stil-Nische herausgewachsen ist, in der es vor gut 20 Jahren mit anderen kanadischen Bands wie Stars und Broken Social Scene startete. Wenn man nun „Victim Of Love“ hört, die erste Single aus dem neuen Album „Romanticize The Dive“, wird der kommerzielle Appeal von Metric sofort wieder offenkundig: Synth-Pop für die Massen, ja vielleicht sogar für
Stadien, liefert auch dieser Song, der dabei aber eben doch noch Indie genug ist, um alte Fans nicht zu vergraulen.
Eingängiger Synthpop mit tiefgründigen Texten
Um das Gestern und das Heute, den Spagat als Indie-Musiker zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellem Sound geht es letztlich auch im Text von „Victim Of Love“, der – wie das Label Thirty Tigers erläutert – „die Band zu ihren Anfängen zurückführt und die Spannung, Verletzlichkeit und den Hunger der Jugend wieder aufleben lässt“. Haines s…





