Melody’s Echo Chamber: Unclouded

Melody's Echo Chamber credit Diane Sagnier

Französischer Wohlklang zum Abheben: Neues Album „Unclouded“ von Melody’s Echo Chamber

von Gérard Otremba

Beim Hören der Musik von Melody’s Echo Chamber schwebt man immer noch genüsslich durch Raum und Zeit. Hierzu taugten schon die ebenfalls von Sounds & Books rezensierten Alben „Bon Voyage“ (2018) und „Emotional Eternal“ (2022) ganz wunderbar. Auf „Unclouded“ schweift Songwriterin Melody Prochet indes nicht mehr minutenlang ab. Nur ein Song über drei Minuten, aber auf ihren verträumten Psych-Pop müssen wir nicht verzichten. Die zwölf neuen Tracks sind eine konzentrierte Meisterleistung, bei der die Verspieltheit indes nicht kurz kommt. Erneut konnte sich Melody Prochet auf die Gitarrenkünste von Reine Fiske (Dungen) verlassen, das Schlagzeug bedient Malcom Catto (Heliocentrics), für die Streicherarrangements sorgte

Josefin Runsteen, des Weiteren sind Gitarrist Daniel Ögren und Bassist Love Örsan der schwedischen Band Dina Ögon auf dem Album vertreten. Und beim Albumcloser „Daisy“ wirkt noch Leon Michels (El Michels Affair) mit.

Fluffige Melodien

Im Mittelpunkt aber natürlich Prochets angenehme Stimme und ihre zauberhaften Songs, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen. Natürlich führen uns einige Lieder wieder direkt in die Sixties, als bestes Beispiel dient da „Into Shadows“, das den French-Pop der Sechziger ohne Ansatz von Nostalgie hochleben lässt. Und das von uns zum Song des Tages gekürte „In The Stars“ mit Streichern und verträumten Vocals sollte eigentlich überall ein Hit sein. Trotz der Konzentration auf kurze Songs bewahrt sich Melody‘s Echo Chamber den Sinn für verspielte und fluffige Melodien wie in „The House Th…

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