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22. April 2026
Xanky: Small Moves
22. April 2026Von Scott Walker bis Richard Hawley reicht die Liste der Vorbilder von Maxwell Farrington & Le SuperHomard. Ihr Crooner-Pop weiß zu bezaubern.
von Werner Herpell
Für ein Album wie „Window Tax“ muss der Begriff Retro-Pop erfunden worden sein. Denn nichts an dieser Platte klingt nach dem (nervenaufreibenden) 21. Jahrhundert, jedes Lied beamt den Hörer watteweich zurück in eine bonbonbunte Sixties-Welt, jedes gesungene „Ba ba ba ba ba“ erinnert an Burt Bacharachs Easy-Listening-Ohrschmeicheleien, jedes orchestrale Arrangement an die Grandezza eines Scott Walker, Lee Hazlewood oder Tony Bennett.
Liebevoller Nachbau einer zeitlosen Klangwelt
Aber nein, dies ist tatsächlich kein ewig verschollenes Werk jener legendären
Plüschsänger. Sondern der liebevolle Nachbau einer weiterhin faszinierenden, letztlich zeitlosen Klangwelt durch den australischen Bariton Maxwell Farrington und den französischen Studiotüftler Christophe Vaillant alias Le SuperHomard.
Seit dem Debütalbum „Once“, vor fünf Jahren beim frankophilen Label Talitres erschienen, hat sich das Duo mit seiner samtigen, sonnendurchfluteten Sound-Ästhetik einige Aufmerksamkeit erspielt. So präsentierte Iggy Pop (der ja selbst gelegentlich den großen Crooner raushängen lässt) die Musik von Maxwell Farrington & Le SuperHomard in seiner BBC-Radiosendung, und Paul Weller lud die beiden nicht nur als Support für eine Tournee ein, sondern arbeitete mit Vaillant für zwei Tracks seines Albums „66“ (2024) zusammen.…





