Mando Diao live in Hamburg 2019 – Konzertreview

Mando Diao live in Hamburg 2019 – Konzertreview

Der schwedische Rock’n’Roll-Happen Mando Diao in der Hamburger Sporthalle

Auf ihrer „Bang Your Head“-Tour 2019 gastierten Mando Diao am 22.11. in Hamburg. Wie bereits vor zwei Jahren (Sounds & Books berichtete) war auch diesmal die Alsterdorfer Sporthalle der Ort des musikalischen Geschehens. Das schwedische Quintett, bestehend aus Sänger und Gitarrist Björn Dixgård, Bassist Carl-Johan Fogelclou, Schlagzeuger Patrick Heikinpieti, Keyboarder Daniel Haglund und Gitarrist Jens Siverstedt spielte ein knapp 1000-minütiges Konzert, das die Rock’n’Roll-Herzen höher schlugen ließ.

Mando Diao 2019: Cool und ausgelassen

Auf ihrem im Oktober veröffentlichten, und auch bei Sounds & Books rezensierten, neuen Album „Bang“ fanden die Rock-Pop-Helden noch mehr als davor bei „Good Times“ sowohl zur Catchyness also auch zur Mentalität ihres frühen Straßenköter-Rock’n’Roll zurück. Erwartungsgemäß standen die „Bang“-Songs im Fokus der Setlist, die aber natürlich noch genug Platz für diverse Klassiker aus der nunmehr 20-jährigen Karriere der Band aus Borlänge bereithielt. Mando Diao verstanden es, die circa 4500 Besucher in der Hamburger Sporthalle von Beginn an zu euphorisieren. Ob neue Songs wie „I Was Blind“, „Society“ und „One Last Fire“, mit denen das Konzert begann, oder altbekannte Lieblinge wie „All My Senses“, „Long Before Rock’n’Roll“ und „Down In The Past“ (die beiden letztgenannten Songs, von den Schweden nacheinander präsentiert, sorgten für den ersten kollektiven Rauschzustand unter den Fans): Mando Diao hängten sich voll rein, vereinten Coolness mit ausgelassener Live-Rock’n’Roll-Attitüde.

Diverse Konzert-Highlights

Highlights reihten sich wie Perlen an einer Schnur gezogen durch das Programm. Zu den bereits genannten Songs gesellten sich „The Band“ (diesmal als Ballade), „Mr Moon“ und „Shake“. Von Björn Dixgård ständig angefeuert („Hamburg, make some noise“, „Tanzen, Hamburg“), wurde ein hoher Stimmungspegel vom Hamburger Publikum nicht unterschritten. Das an die Rolling Stones erinnernde, sich im Blues-Rock suhlende, hervorragende „Scream For You“ ging zwar etwas unter, aber die letzten beiden Zugaben sprengten dann wieder die Euphorie-Grenzen. Das immer noch unfassbar herrlich pathetische, die Welt umarmende „Gloria“, bei dem Mando Diao das Tempo drosselten, und die Fans in den Genuss kamen, den Namen „Gloria“ lauthals zu skandieren, brachte die Halle zum Beben, das abschließende „Dance With Somebody“ setzte dem Konzert noch die Krone auf. Eine fast zehnminütige Live-Maxi-Version, die Band und Fans nochmal alles abforderte. Gewohnt starker Auftritt von Mando Diao.

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