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2. Juni 2026Madsen halten auf „Smile“ den Finger mitten in die Wunden der Gegenwart. Wut, klare Kante und ungeschönte Beobachtungen ziehen sich durch das Album. Madsen filtern den Dauerlärm der Welt nicht weg, sondern verarbeiten ihn direkt in Musik.
von Mia Lada-Klein
Madsen gehören inzwischen fest zum deutschen Indie-Inventar. Während viele andere Bands ihrer Generation längst irgendwo zwischen Festivalnostalgie und belanglosem Spotify-Dasein gelandet sind, bewegen sich die Jungs aus dem Wendland noch immer ziemlich souverän zwischen Indie-Rock, Punk und Poprock. Mit „Smile“ erscheint nun bereits das zehnte Studioalbum der Band und das wirkt erstaunlich wach für eine Platte Nummer zehn.
Der Opener und Titelsong „Smile“ liefert direkt die zentrale Botschaft des Albums. Die Welt ist anstrengend, Menschen nerven, alles brennt gefühlt gleichzeitig und trotzdem bleibt am Ende nur die Entscheidung, nicht komplett zu verbittern. Klingt kitschig, aber ja, mehr
Möglichkeiten haben wir nun mal nicht.
Punk, Politik und ein bisschen Realität
Mit „Achterbahn“ wird es schneller und punkiger. Das Schlagzeug treibt ordentlich nach vorne und zeigt wie gut Madsen dieser leicht rotzige Sound eigentlich steht. Überhaupt merkt man der Platte an, dass Madsen deutlich erwachsener geworden sind. Statt ewiger Liebesdramen, wie sie viele Bands Anfang zwanzig ständig durchkauen, geht es hier um Gesellschaft, Überforderung und die Frage, wie man eigentlich halbwegs klar bleibt, während die Welt kollektiv den Verstand verliert.
„Neue Erinner…





