Für die Neuaufnahme eines Kult-Albums der 70er taten sich Madison Cunningham und Andrew Bird ein weiteres Mal zusammen – wieder mit großem Erfolg.
von Werner Herpell
Bevor sich das US-amerikanische Singer-Songwriter-Paar Stevie Nicks und Lindsey Buckingham der britischen Bluesrock-Band Fleetwood Mac zuwandte, um ab Mitte der 70er-Jahre gemeinsam diverse Klassiker des Westcoast-Pop zu erschaffen („Rumours“, „Tusk“), spielten die beiden eine Platte ein, die inzwischen Kultstatus erlangt hat: „Buckingham Nicks“ (man beachte die noch wenig gentleman-like Reihenfolge der beiden Namen) – das waren zehn Lieder, die das Potenzial des attraktiven Gitarristen und der bildschönen Sängerin mehr als nur andeuteten.
Zehn alte Songs in neuem Glanz
51 Jahre nach dem Erscheinen der Duo-Platte gibt es nun
eine mindestens genauso hörenswerte Eins-zu-eins-Neuinterpretation. Die schon seit Jahren gemeinsam musizierenden Madison Cunningham und Andrew Bird haben „Cunningham Bird“ (man beachte die gentleman-like Reihenfolge) als sensibles Cover-Album angelegt, das zwei wunderbar harmonierende Stimmen, Cunninghams akustische Gitarre und Birds herausragendes Geigenspiel ins Zentrum stellt. Songs wie der Opener „Crying In The Night“, das herzergreifende „Crystal“, „Long Distance Winner“ oder das beatleske „Lola My Love“ erstrahlen hier in neuem Glanz, „Don’t Let Me Down Again“ klingt in der aktuellen Fassung bereits wie ein Fleetwood-Mac-Stück der Seventies.
Dass Madison Cunningham, deren Musik bei Sounds & Books bisher „zwischen Fiona Apple, Aimee Mann und Joni Mitchell“ verortet wurde, auch eine herv…
