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8. April 2026Alles selbst und alles richtig gemacht: Die Hamburger Musikerin Lùisa gelingt mit dem vierten Album „Call Me The Witch“ der Befreiungsschlag
von Gérard Otremba
Die Wut hat Lùisa angetrieben, wie sie im Interview mit Sounds & Books bekennt. Die Wut auf ein männlich dominiertes Musikumfeld, das ihr bei einem Meeting einen männlichen Hitproduzenten aus dem Ausland anriet, um „unique und kommerziell“ zu sein. Ihr neues Album wollte die Hamburger Songwriterin sowieso selbst produzieren, das patriarchialische Gequatsche hat sie vollends zu diesem Schritt bewogen: „Spätestens an diesem Tag habe ich gemerkt, dass ich in diesem System der Abhängigkeiten und mit meinem künstlerischen
Anspruch dauerhaft nicht glücklich werde. Mir ist bewusst geworden, dass ich eigenständiger Musik produzieren und veröffentlichen möchte – ich möchte nicht mehr abhängig sein von Budgets männlicher CEOs, um dieses Budget dann an männliche Produzenten weiterzureichen. Das Problem ist strukturell.“
Ein Ohrenschmaus gleich zu Beginn
Also, alle neun neuen Songs von „Call Me The Witch“ in Eigenregie erschaffen: Komposition, Arrangements, Performance, Recording, Produktion und Sounddesign stammen von Lùisa. Und das Ergebnis hätte nicht besser ausfallen können. Schon der von uns rezensierte Vorgänger „New Woman“ war ja ein gutes Album. Schon darauf befanden sich potentielle Pop-Hits und die bietet Lùisa auch in „Call Me The Witch“ an. Irgendwo zwischen Florence + The Mchine, Kate Bush, Alanis Morissette und Fleetwood Mac erschafft sie einen übe…




