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2. März 2026Die englische Songwriterin Lucy Kitchen im Interview mit Sounds & Books über ihr Album „In The Low Light“
Interview von Ullrich Maurer
Die englische Songwriterin Lucy Kitchen war auf dem besten Weg, sich in der britischen Folk-Szene als feste Größe zu etablieren und hatte sich mit ihren beiden Alben „Waking“ aus dem Jahr 2014 und „Sun To Moon“ von 2017 einen Namen gemacht, als ihre Laufbahn als Songwriterin von mehreren Schicksalsschlägen ausgebremst wurde. Kurz nach der Veröffentlichung des Albums „Sun To Moon“ wurde bei ihrem Ehemann Stephen McCleery Krebs diagnostiziert und dann kam noch die Pandemie hinzu. Kein Wunder also, dass Lucy in dieser Phase keine neue Musik schreiben konnte. Erst jetzt ist ihr drittes Album „In The Low Light“ erschiene – über das wir uns gerne mit Lucy Kitchen unterhalten.
Lucy Kitchen zwischen 2017 und 2026
Hallo Lucy! Könntest Du uns ein Mal in Deinen eigenen Worten erzählen, was sich in der schwierigen Phase zwischen 2017 und heute ereignet hat?
Lucy Kitchen: Nun ich habe 2017 mein zweites Album ‚Sun To Moon‘ veröffentlicht – und die Sache lief eigentlich ziemlich gut. Aber im Jahr danach wurde bei meinem Mann Krebs im Endstadium diagnostiziert. Das war sowieso schon ziemlich intensiv – und dann kam auch noch Covid daher. Dadurch wurde dann alles angehalten. Es fiel mir dann sehr schwer, weiterzumachen. Besonders als es meinem Mann schlechter ging, konnte ich keine Songs mehr schreiben. Er
starb schließlich im Oktober 2022. Es war klar, dass das passieren würde – aber es war natürlich schwierig. Erst allmählich konnte ich dann wieder anfangen, Songs zu schreiben.
War das dann zu der Zeit, in der Du 2023 Deine Live-EP „The Stabal Sessions“ veröffentlichtest – auf der ja bereits drei der Titel enthalten sind, die nun auf dem neuen Album „In The Low Light“ zu finden sind?
Lucy Kitchen: Ja – ich hatte dann einen Förderzuschuss von der Ivors-Academy – einem Berufsverband für Musikautoren in Europa – hier im UK bekommen, bei dem ich Mitglied bin. Sie hatten mich angeschrieben und gesagt, dass es die Möglichkeit einer Live-Studio-Session für Stabal-Music gäbe, die dann mitgefilmt wird. Das war nur eine kurze Sache – und deswegen habe ich zugesagt, denn ich war zu dem Zeitpunkt noch nicht in der Lage längere Projekte zu machen. Ich musste Musik zusammenstellen und wählte dafür dann auch drei neue Songs aus, die ich im…




