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26. Juni 2025„Virgin“ von Lorde ist mehr als ein Album, es ist ein persönliches Statement. Mit Musik untermauert. Ein Werk voller Glanz, Schmerz, Tränen und Blut, das nicht nur gehört, sondern gefühlt werden will.
von Mia Lada-Klein
Vier Jahre Funkstille und jetzt das: Lorde veröffentlicht mit „Virgin“ ein Album, das sich anfühlt wie ein radikaler Neuanfang. Kein poppiger Sonnenaufgang wie auf „Solar Power“, keine melancholische Teenage-Poesie à la „Pure Heroine“. „Virgin“ ist roher, mutiger und schmerzhaft echt.
Lorde und ihr Cover-Gate: Eine Spirale als Statement
Fangen wir beim Cover an, denn es schreit nicht gerade „Radiopop“. Statt makelloser
Pose gibt’s eine Röntgenaufnahme eines Beckens, komplett mit Jeansgürtel, Zipper und IUD (ja, eine Spirale). Willkommen im neuen Lorde-Kosmos: explizit körperlich, entwaffnend ehrlich. Kein Glamour, kein Filter, sondern Körperpolitik in Blau.
„Virgin“ beginnt mit „Hammer“. Ein Track, der mit reduziertem Elektro-Beat und der Zeile „Manchmal bin ich eine Frau, manchmal ein Mann“ gleich die Richtung vorgibt. Lorde klingt dabei ruhig, fast beiläufig. Doch unter der Oberfläche arbeitet es. Denn ein zentrales Thema des Albums ist ihre veränderte Beziehung zum eigenen Körper. Sie verarbeitet die Spuren einer überstandenen Essstörung und tastet sich an eine fluidere Geschlechtsidentität heran.
Explosion im Klavierregen
Ein Highlight: „Man Of The Year“. Hall, Klavier, ein Sound-Break in der Mitte, der alles zerschneidet und gleichzeitig zusammensetzt. Es ist kein Ohrwurm, vielmehr ein echtes musikalisches Kunstwerk. Und es fühlt sich an wie der emoti…





