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11. April 2026Eine Reise in die Dunkelheit: Long Distance Calling präsentieren ihre Musik in ihrer fokussiertesten Form
von Sven Weiss
Eigentlich ist der Schritt vom Postrock zum Film ja nicht sehr weit. Hat doch das Genre schon immer ein ausgeprägtes cineastisches Element an sich. Denn auch ohne Lyrics erzählt ein (guter) Postrocksong immer eine Geschichte. Er nimmt sich Zeit, um eine Atmosphäre zu kreieren und hat auch gerne mal überraschende Plot-Twists in der Hinterhand. Und natürlich zelebriert er gerne das Drama in einem ausschweifenden Höhepunkt.
Es dürfte also gar nicht so verwunderlich sein, dass die Speerspitze des deutschen Postrock – denn als solche darf man Long Distance Calling ruhig bezeichnen – einen
Kurzfilm als Begleitung für ihr neues Album ins Rennen schickt. Zumal die Münsteraner ja schon immer ein Herz für umfassende Konzepte bewiesen haben. Davon zeugen etwa die Konzeptalben „How Do We Want To Live“ über künstliche Intelligenz oder „Eraser“, das sich aussterbenden Tierarten widmete. Ein astreines Konzeptalbum ist „The Phantom Void“ zwar nicht, einen roten Faden gibt es trotzdem. Es geht um Alpträume und düstere Abgründe des Ich. Die Band spricht von einer Reise in die Dunkelheit.


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