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11. September 2025Lauren Spencer-Smith rockt die Inselpark Arena: Am 10.09.2025 trat die kanadische Sängerin in Hamburg auf.
Text von Johanna Karajan, Fotos von Sarah Ismail
Vor dem Inselpark in Hamburg-Wilhelmsburg erwartete mich bereits 20 Minuten bevor die Türen öffnen sollten eine kilometerlange Schlange. Das hat bei so manchen Passantinnen und Passanten Aufsehen erweckt, sodass diese mich gefragt haben, was hier los sei. Kaum zu glauben, dass eine Tür weiter Eltern mit ihren Kindern zum Schwimmunterricht gegangen sind. Denn von Anfang an war die Stimmung in der nichtmal ausverkauften Inselpark-Arena explosiv.
Conor Burns und Henry Moodie als Support
Dafür sorgte der erste Pre-Act, Conor Burns. Der mit seinen rockigen Songs an einen jungen Bon Jovi erinnerte. Auch die Tanzschuhe hatten ihren Zweck: Mit schrillen Bewegungen, Tanzeinlagen und vollem Körpereinsatz sprang Burns von der Bühne, kletterte auf die Absperrung zu seinen Fans und wieder zurück. Seine Show beendete er mit Autogrammen und Fankarten. Auf Nachfrage hat ein Mitglied seines Teams erzählt, dass er und Lauren Spencer-Smith gute Freunde sind.
Es folgte mit Henry Moodie ein Künstler, der bereits vor zwei Jahren im Vorprogramm von Lauren Spencer-Smith aufgetreten ist. Mit sanften Popsongs, Country bis hin zu Balladen schaffte er eine großartige Stimmung und die Fans sangen so voller Elan seine Texte mit.
Bühnenumbau für Lauren Spencer-Smith
Beide Supports kündigten Lauren Spencer-Smith an („Seid ihr bereit für Lauren Spencer-Smith?“), doch bevor sie auftrat, gab es eine längere Pause, weil die Bühne vollständig umgebaut wurde: ganz in weiß mit einer höheren Ebene aus drei Plattformen auf der rechten Seite und einer Telefonzelle auf der linken Seite. Diese wurde durch Bühnenbilder, Lichteffekte in allen möglichen Farben (rot, grün, lila) und dem Klingeln eines Telefons sowie damit einhergehenden simulierten Telefonaten (insgesamt dreimal, um Songs anzusagen) verstärkt. Das Bühnenbild hat ihr neues Album „The Art Of Being A Mess“ perfekt widergespiegelt. Denn Die Sängerin verbindet mit jeder Farbe ein Gefühl (rot für Wut, grün für Glückseligkeit) und da sie all die Farben gleichzeitig empfindet, fühlt sie sich wie in einem Chaos.
Kurze Unterbrechung
Die Verbindung zwischen Lauren und ihren Fans (darunter vor allem junge Frauen Anfang 20) war unverkennbar: Sie haben nicht nur lauthals gejubelt und jeden Song vom Anfang bis zum Ende mitgesungen, sondern auch getanzt und sind in Tränen ausgebrochen. Nach fünf Songs musste Spencer-Smith das Konzert plötzlich mitten im Lied unterbrechen. „Ist jemand zusammengebrochen?“, hat sie von der Bühne aus gefragt und nochmal einerseits den großartigen Einsatz, der Security gelobt, die den in Ohnmacht gefallenen Fan raustragen mussten, und sich mit Handzeichen nach dem Wohlbefinden ihrer restlichen Fans erkundigt. Dieses liegt ihr sehr am Herzen. Kein Wunder, dass die Fans bei Bedarf von der Security zwischen den Acts mit Wasser versorgt wurden.
Zwei Stunden Lauren Spencer-Smith
Nach ca. 20 Liedern und zwei Stunden gingen die Fans nach dem gefeierten Lied „Sticks & Stones“ zufrieden nach Hause. „Vor zwei Jahren bin ich das erste Mal hier aufgetreten. Erwartet mich in zwei Jahren hier zurück“, so die Tennie-Sensation. Was Lauren Spencer-Smith für Fans so besonders macht? Ihre tiefgründigen Songtexte, mit denen man sich verbinden und identifizieren kann, haben Fans erzählt. Diese tiefen Emotionen hat ihr Publikum in jedem Takt ihrer Lieder, die sie ununterbrochen mit einer geballten Ladung Power (begonnen mit „If Karma Doesn’t Get You (I Will)“) performt hat, von zerbrochenen Freundschaften, Frustration, aber auch die Liebe zu sich selbst gespürt. Auch das von Sounds & Books als Song des Tages empfohlene „Looking Up“ stand auf der Setlist.
Die 21-jährige Lauren Spencer-Smith ist eine kanadische Sängerin und Songschreiberin. Sie hat 2020 bei der 18. Staffel von American Idol teilgenommen. Ihren internationalen Durchbruch hat sie durch ihren Song „Fingers Crossed“ drei Jahre später erlangt, der bei TiK ToK als viraler Trend gefeiert wurde. Auch diese Ballade über eine Trennung hat sie beim Hamburg-Konzert gespielt.



























