Kurz und gut: Neues von Fink, Fee van Deelen und Kleinabaoho

Fink Beauty In Your Wake Albumcover

Die Sounds & Books-Reviews zu den aktuellen Werken von Fink, Fee van Deelen und Kleinabaoho

von Gérard Otremba

In der heutigen Ausgabe der „Kurz und gut“-Rubrik bei Sounds & Books stelle ich euch das neue Album des bereits renommierten britischen Indie-Folk-Künstlers Fink vor. Außerdem im Programm, das Debütalbum der Hamburger Indie-Synth-Pop-Musikerin Fee van Deelen sowie die Debüt-EP der österreichischen Songwriterin Kleinanbaoho. Zwei wunderbare Talente.

Fink: Beauty In Your Wake

Für viele Fans des 2012 verstorbenen Hamburger Songwriters Nils Koppruch hat Fin Greenall seinem Bandprojekt den denkbar ungünstigsten Namen gegeben. Evoziert doch Fink im Zusammenhang mit Musik sofort Koppruchs unvergessliche gleichnamige, superbe, zwischen 1996-2006 existierende Formation. Die Fink-Erfolge des

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britischen, in Berlin lebenden Musikers indes traten erst nach dem Aus des Hamburger Pendants auf, nochmal Glück gehabt. Das neue Fink-Album „Beauty In Your Wake“ nahm Greenall mit seinen bewährten Mitmusikern Guy Whittaker (Bass) und Tim Thornton (Schlagzeug, Gitarre) im heimatlichen Cornwall auf, produziert von Tom Okell, der die Beatles-Remixe von „Get Back“ und Sgt. Pepper“ zuständig war. Zehn Indie-Folk-Tracks befinden sich „Beauty…“, mithin ruhige, manchmal etwas gleichförmig dahinfließende Lieder, die in ihrer Singer-Songwriter-Tradition im Kern dann doch zu ergreifen wissen. Anspieltipps: „What Would You Call Yourself“, „Follow You Down“ und „When I Turn This Corner“.

„Beauty In Your Wake“ von Fink erscheint am 05.07.2024. (Beitragsbild: Albumcover)         

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Fee van Deelen: Feel(s) 21/22

An anderer Stelle fand Fee van Deelen bereits Berücksichtigung bei Sounds & Books, denn als Sängerin der Band This Time For Reel sorgte sie mit ihren Kollegen mit „Without You“ für den Song des Tages am 04.06.2024. Als Solistin debütiert die Hamburger Songwriterin nun auf Albumlänge mit „Feel(s) 21/22“. In den elf im Heimstudio aufgenommenen Songs verarbeitet Fee van Deelen ihren Herzschmerz aus den Jahren 2021/22. „Ich bin dankbar für jedes einzelne Lied, weil ich durch die vielen Stunden, in denen ich an ihnen gearbeitet habe, mich selbst ordnen konnte und meine Gefühle be- und verarbeiten konnte. ,Fee(ls) 21/22‘ hat mir beim Herzheilen geholfen“, sagt die 25-Jährige über die Entstehung und Wirkung des Albums. Die Gefühlspalette zwischen Verliebtheit, Trauer und Wut präsentiert sie im melancholischen Indie-Synth-Pop-Sound, der mit sanfter Gitarrenbegleitung auch den Dream-Pop streift. Elf sehr ruhige, mithin berührende Lieder, sehr geeignet für das zurückgezogene Hören, eingepackt in der Kuscheldecke.

„Feel(s) 21/22“ von Fee van Deelen erscheint am 05.07.2024.

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Kleinabaoho: Bilder

Ebenfalls ein Debüt, aber in kleinerem EP-Format präsentiert uns Hannah Gratz, alias Kleinabaoho (Eigenschreibweise: kleinabaoho). Die junge Österreicherin möchte, dass queere Lovesongs auch im deutschsprachigen Pop einen Platz finden und liefert mit den fünf Songs von „Bilder“ gute Argumente für die Verbreitung eben dieser. Ursprünglich im ihrem Schlafzimmer komponiert, fängt Kleinabaoho einen sehr warmen Indie-Songwriter-Pop-Sound ein, geprägt von  perlenden Gitarren oder kosmischen Synthies. Und wirklich wunderschönen Melodien. Da ist die liebliche Ballade „Sophie“, die große Entschuldigung an die Ex-Partnerin, da ist das lässige „Himmelskind“, eine dramatische Ghosting-Geschichte, und da ist das im Chorus opulente „Grüne Augen lügen“, in dem Kleinabaoho das große Gefühlswirrwarr zu verstehen versucht. „Idea“ fängt die Sehnsucht nach einem Beziehungsende ein und in „Bilder“ folgt der Rückblick. Textlich von Kleinabaoho pointiert eingefangen. Da wächst ein großes Songwriter-Talent heran.

„Bilder“ von Kleinabaoho ist am 26.06.2024 erschienen.

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