Kurz und gut: Alben von Stella Donnelly, Jonathan Jeremiah und Jesse Harris

Stella Donnelly Pressefoto

Die Sounds & Books-Reviews zu den neuen Alben von Stella Donnelly, Jonathan Jeremiah und Jesse Harris

von Werner Herpell

Die letzte große VÖ-Woche dieses Musikjahres geht mit massenhaft tollen neuen Alben zu Ende. Sounds & Books möchte aber nicht versäumen, auch auf diese drei feinen Platten hinzuweisen, die ebenfalls alle am 07.11.2025 erschienen sind: Stella Donnelly aus Australien mit bildhübschen Indie-Songs; der Brite Jonathan Jeremiah mit bewährter Crooner-Grandezza; der US-Singer-Songwriter und langjährige Norah-Jones-Weggefährte Jesse Harris mit romantischen Orchester-Pop-Stücken. Viel Vergnügen!

Stella Donnelly: Love And Fortune

Federleicht und ultraharmonisch klingt der Indie-Pop von Stella Donnelly auf ihrem dritten Soloalbum. Doch Obacht, wer diesen auch noch von einer angenehm hellen Stimme geprägten Sound nun als harmlos und gefallsüchtig abtut, liegt ziemlich daneben. Denn diese

33 Jahre alte australische Musikerin mit walisischen Wurzeln nimmt sich durchaus ernster Themen an, wie das Online-Lexikon „Allmusic“ schon über ihr 2019er Debüt „Beware Of The Dogs“ schrieb: Sexismus und Frauenfeindlichkeit, soziale Ungleichheit und Machtgefälle. Donnelly mag also Gegensätze: Einem Uptempo-Gitarrenpop-Song mit dem Titel „Being Nice“ schickt sie umgehend eine traurige Pianoballade namens „Year Of Trouble“ hinterher.

„Love And Fortune“ sei „ein zutiefst persönliches und geerdetes Werk, das die Reise zurück zu sich selbst nach einer Zeit tiefgreifender Veränderungen nachzeichnet“, schreibt ihr Label. Nach mehreren intensiven Jahren auf Tournee habe sich Donnelly aus diesem unruhigen Leben zurückgezogen, „um ihre Beziehung zur Musik neu zu überdenken und sich zu fragen, ob sie diese noch imm…

Kommentar schreiben