Kurt Vile: (Watch My Moves) – Albumreview

Kurt Vile: (Watch My Moves) – Albumreview

Neues Album auf einem neuen Label: Kurt Vile gibt sich wieder seinem lässigen Laid-Back-Lo-Fi-Sound hin

Veränderungen im Hause Kurt Vile. Für sein nunmehr neuntes Album „(Watch My Moves)“ wechselte der amerikanische Musiker von seinem angestammten Label Matador Records, wo seine letzten fünf Alben seit 2009 erschienen waren, zu Verve Records. Pandemiebedingt verbrachte Kurt Vile die letzten beiden Jahre nicht wie die Jahre zuvor unterwegs, sondern zumeist in seiner Heimatstadt Philadelphia. In seinem dortigen Heimstudio OKV Central produzierte Vile einen Großteil des Albums, weitere Teile von „(Watch My Moves)“ entstanden in Los Angeles mit seinem Langzeitkollaborateur Rob Schnapf. Dort nahm er mit seiner Begleitband The Violators bereits vor dem Corona-Ausbruch die Coverversion von Bruce Springsteens „Wages Of Sin“ sowie das wunderschöne, verträumt-melancholische „Cool Water“ auf.

Kurt Vile und seine illustren Gäste

Kurt Vile Watch My Moves Cover Verve Records

Ebenfalls an der Entstehung des Albums waren Mitglieder der Indie-Band Chastity Belt bei „Chazzy Don’t Mind“, Cate Le Bon, die Piano und Vocals für das liebreizend-verspielte und sehnsüchtige  „Jesus On A Wire“ beisteuerte, die beiden Schlagzeugerinnen Stella Mozgawa (Warpaint) und Sarah Jones (Hot Chip) sowie Saxophonist James Stewart (Sun Ra Arkestra). Insgesamt hat „Philly’s Constant Hitmaker“, wie sich Vile mit einem Augenzwinkern nach seinem Debütalbum von 2008 selbst nennt, 15 Songs auf „(Watch My Moves)“ gepackt. Und bis auf ein einminütiges Intermezzo erreichen seine Tracks meistens eine Lauflänge von fünf Minuten und darüber hinaus. Was bei dem mittlerweile 42-jährigen Songwriter und Multi-Instrumentalisten auch ganz hervorragend funktioniert, kann man sich doch seinem entspannten, sanft psychedelisch angehauchten Lo-Fi-Folk-Rock in dieser Form ganz und gar hingeben.

Weitere Album-Highlights

Viles Laid-Back-Sound bleibt auch auf „(Watch My Moves)“ einer der lässigsten dieses Musikplaneten. Der Mitbegründer von The War On Drugs glänzt neben den bereits oben erwähnten Songs noch eindrücklich mit dem leicht spacigen „Like Exploding Stones“ (empfehlenswert auch für alle, die zu einem guten Rauchstoff nicht nein sagen), dem mit einer Slide-Gitarre aufwartenden „Mount Airy Hill (Way Gone)“ sowie dem filigranen Closer „Stuffed Leopard“. Ein besseres Album hätte sich seine neue Plattenfirma kaum wünschen können.

„(Watch My Moves)“ von Kurt Vile erscheint am 15.04.2022 bei Verve Records / Virgin. (Beitragsbild von Adam Wallacavage)

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