Nuancierte Veränderungen, aber wiedererkennbare DNA: Kraftklub mit ihrem fünften Album „Sterben in Karl-Marx-Stadt“
von Gérard Otremba
„Wenn ich tot bin, fange ich wieder an mit Rauchen / Glaub mir, wenn ich tot bin, wird gelebt“, heißt im vierten Song des neuen Albums von Kraftklub. Der heißt „Wenn ich tot bin, fange ich wieder an“ die Platte „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ und der Tot, der Abschied, das Ende, aber auch das Leben stehen im Mittelpunkt der Texte des fünften Kraftklub-Albums, Nachfolger des vor drei Jahren veröffentlichten und ebenfalls von Sounds & Books rezensierten „Kargo“. Dass hier in Karl-Marx-Stadt und nicht in Chemnitz gestorben, gelebt, geliebt und gefeiert wird, liegt in der DNA dieser Band verankert. Die sich für ihr neues Werk vier Gäste zu
einer Zusammenarbeit eingeladen hat.
Domiziana, Faber, Nina Chuba und Deichkind
Domiziana begleitete das Quintett bereits bei den Guerilla-Auftritten während des diesjährigen Reeperbahn Festivals, um „Unsterblich sein“ live aufzuführen (Sounds & Books berichtete), auf „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ ist der von uns als Song des Tages vorgestellte Track als Opener und Closer in einer treibenden sowie in einer entschleunigten Version zu hören. Faber wiederum singt bei „All die schönen Worte“, des Weiteren sind auch noch Nina Chuba und Deichkind mit von der Partie. Der Deichkind-Song „Zeit aus dem Fenster“ sowie der doch arg prollige Punk von „Halts Maul und spiel“ sind meines Erachtens verzichtbar.
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