Kitty Solaris: Cold City – Albumreview

Kitty Solaris: Cold City – Albumreview

Bester Indie-Rock-Noir und Lo-Fi-Pop von Kitty Solaris

Kirsten Hahn, die Frau hinter Kitty Solaris bleibt sich treu. Nach wie vor bevorzugt sie die Flexibilität, verzichtet sie auf eine feste Band und lädt einzelne Musiker zu den Aufnahmen von neuen Alben ein. „Cold City“ ist die sechste Platte von Kitty Solaris und neben der Sängerin, Songwriterin und Gitarristin war in erster Linie Steffen Schlosser als Schlagzeuger, Perkussionist, Gitarrist, Keyboarder und Backing Vocalist daran beteiligt. Gastmusiker wie Rod Miller, Lucio Capese, Rachel Majo und Tobias Vethake erweiterten das Klangspektrum des Albums um weitere Keyboards, Bass, Klarinette, Saxophon und Cello.

Kitty Solaris zwischen Patti Smith, Blondie und PJ Harvey

Kitty Solaris Cold City Cover Solaris Empire

„Cold City“ beginnt mit dem gleichnamigen Titeltrack, den wir bei Sounds & Books bereits zum Song des Tages gekürten haben. Ein Underground-Indie-Rock-Noir-Song, der über die Veränderungen und das Leben in unserer Hauptstadt Berlin, wo Kirsten Hahn seit vielen Jahren lebt und ihr eigenes Label Solaris Empire betreibt. Der Song erinnert an Patti Smith, Blondie und natürlich auch an PJ Harvey. Deren musikalischer Einfluss auf Kitty Solaris ist im folgenden „Dirt“ nicht minder spürbar. Nun spielt sie aber diesen eingeschlagenen Indie-Rock im Verlauf des Longplayers nicht einfach runter, sondern glänzt auch im moderat swingenden „Goldmine“, das mit Klarinette und Saxophon aufwartet und einen verwunschen-melancholischen, berührenden Dream-Folk der 70er evoziert.

Anmutiger Folk-Pop

In sich gekehrt, von hauchzarter Instrumentierung und in einen getragenen Lo-Fi-Folk-Modus getaucht ist „Giulia“ und diesen Stil behält Kitty Solaris anschließend bei. Allerdings wesentlich opulenter bei „I Only Want My Money Back“ und mit einer hübschen, spielerisch-flockigen Indie-Folk-Pop-Attitüde versehen bei „Life In A Dream“. „Lost Son“ findet mit Drive zurück zum dunklen Indie-Rock zurück, während „Tourist In My Own Town“ zu einer fingerschnippenden, angejazzten Angelegenheit wird. Zwei wunderschöne, anmutig-verträumte Indie-Folk-Pop-Songs („Never Been Away“, „Shimmering“) sowie das perkussive-rhythmische „Night Trip“ vervollständigen das Album. Berlin mag eine „Cold City“ sein, dieses Album indes lässt niemanden kalt.

„Cold City“ von Kitty Solaris ist am 22.02.2019 bei Solaris Empire / Broken Silence erschienen (Beitragsbild: Albumcover).

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kommentar schreiben