Kings Of Leon: When You See Yourself

Kings Of Leon: When You See Yourself

Mit ihrem achten Studioalbum „When You See Yourself“ bleiben die Kings Of Leon erneut im Mittelmaß stecken

Die Kings Of Leon gehören seit über einem Jahrzehnt zu den Superstars der Musikszene. Der kommerzielle Durchbruch mit „Sex On Fire“ du dem dazugehörigen Album „Only By The Night“ liegt dreizehn Jahre zurück, seitdem stürmten Sänger und Gitarrist Caleb Followill, seine Brüder Nathan (Schlagzeug), Jared (Bass) sowie Cousin Matthew (Gitarre) mit jeder weiteren Platte an die Chart-Spitze diverser Länder. Leider verlor das Familienunternehmen auf diesem Weg ein wenig den Biss und entfernte sich immer mehr vom einst eingeschlagenen Southern-Garage-Rock. Die Kings Of Leon fanden sich im Mittelmaß wieder und schafften auch mit ihrem letzten, 2016 veröffentlichten und auch von uns rezensierten Album „Walls“ nicht den Turnaround.

Fehlende Risikobereitschaft

Kings Of Leon When You See Yourself Cover RCA Sony Music

Ähnliches gilt für „When You See Yourself“. Dem in den Blackbird Studios in Nashville von Grammy-Preisträger Markus Gravs (Arcade Fire, Coldplay, Florence + The Machine) produzierten achten Studioalbum der aus Tennessee stammenden Band fehlt letztendlich der nötige Punch, die wilden Riffs und eine gewisse Risikobereitschaft, wieder zu alten Tugenden zurückzukehren. Oder diese zumindest im Ansatz wieder erkennen zu lassen. Man kann einem Song wie „Golden Reckless Age“ sicherlich nicht fehlende Catchyness attestieren, und sicherlich funktioniert ein solcher Track ganz wundervoll auf den hoffentlich irgendwann mal wieder möglichen Oper-Air-Stadion-Konzerten. Aber das kann nicht wirklich alles gewesen sein, um das Ruder wieder herumzureißen.

Die Kings Of Leon können mehr

Zählt man noch das vorab ausgekoppelte „The Bandit“ sowie mit Abstrichen noch „Stormy Weather“ und die Balladen „100,000 People“ und „Claire And Eddie“ hinzu, hat man die wenigen „Highlights“ des Albums dann schon durch. Das halbwegs aufgekratzte „Echoing“ rettet das Album ebensowenig wie der titelgebende Opener „When You See Yourself, Are You Far Away“. Das plätschert eher gelangweilt mit einigen Synthesizer-Figuren vor sich hin und verliert sich im Raum wie die circa 80 % des restlichen Albums. Leider also wieder nur höchstens ein mediokres Album von den Kings Of Leon. Sie können mehr. Viel mehr.

„When You See Yourself“ von Kings Of Leon erscheint am 05.03.2021 bei RCA / Sony Music. (Beitragsbild: Pressefoto)

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