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12. Mai 2026Bewegt sich Kevin Morby mit „Little Wide Open“ wieder in der Nähe seines Meisterwerks „Singing Saw“?
von Gérard Otremba
Das war schon ein echtes Erwckungserlebnis, das Album „Singing Saw“ aus dem Jahr 2016. Auf den folgenden, ebenfalls von uns rezensierten Alben „City Music“ (2017), „Oh My God“ (2019), „Sundowner“ (2020) und „This Is A Photograph“ (2022) zeigte sich Kevin Morby nach wie vor als ein wichtiger und faszinierender Songwriter, aber man sehnte sich dann doch nach Songs wie „Black Flowers“, „I Have Been To The Mountain“, „Destroyer“ und natürlich „Dorothy“. Ich kam nicht umhin, von einer Americana-Offenbarung zu schreiben, Namen wie Bob Dylan, Jeff Tweedy und
Ryan Adams dienten mir damals als Referenz. Zehn Jahre später nimmt Kevin Morby schon mal mit dem Titel direkt Bezug auf „Into The Great Wide Open“ von Tom Petty – noch so ein Großer der amerikanischen Songwriter-Gilde.
Auf Springsteens „Badlands“-Spuren
Und tatsächlich erinnern die Arrangements auch an Tom Petty, eher aber an dessen „Wildflower“-Phase. Produziert hat die Platte Aaron Dessner von The Nat…





