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1. Mai 2026Zwischen Selbstbewusstsein und Klarheit: Auf ihrem betont persönlich gefärbten neuen Album „Middle Of Nowhere“ schaut Mainstream-Country-Superstar Kacey Musgraves auch klanglich über den Tellerrand.
von Carsten Wohlfeld
In der Öffentlichkeit präsentiert sich die vielfache Grammy-Preisträgerin Kacey Musgraves gern als strahlender Star zwischen Glitzer und Glamour, als Musikerin dagegen glänzt die 37-jährige Texanerin immer dann besonders, wenn sie sich furchtlos und verletzlich der Selbstreflexion widmet und persönliche Rückschläge zum Motor ihres Songwritings werden. Nachdem sie vor zwei Jahren auf ihrem ausgezeichneten letzten Album „Deeper Well“ ihre Scheidung von Ruston Kelly aufgearbeitet hatte, steht nun auch „Middle Of Nowhere“ im Zeichen einer schmerzvollen Trennung. „I tried to be your angel / But you made it hell on me”, singt sie in
„Hell On Me” – zweifelsohne das Spiegelbild eigener Erfahrungen.
Selbstreflexion als emotionales Herzstück
Das emotionale Herzstück der Platte sind deshalb die vielen ruhigen Momente, in denen die Traurigkeit über den Verlust der Erkenntnis weicht, dass jedes Ende auch die Chance für einen Neubeginn bedeutet. Der Titelsong des Albums rückt diese Sicht der Dinge ebenso in den Fokus wie „Loneliest Girl“.
Ihre Entsprechung finden diese grüblerischen Gedanken in wunderbar zurückhaltenden Arrangements, die ähn…





