John Scofield: Swallow Tales

John Scofield: Swallow Tales

Gitarrist John Scofield und Bassist Steve Swallow sorgen für das nächste Jazz-Highlight des Jahres 2020

John Scofield war gerade einmal 20 Jahre alt und studierte in Berklee, als er den Bassisten Steve Swallow zum ersten Mal traf. Die beiden wurden Freunde, musizierten zusammen und Swallow wurde zu Scofields musikalischem Mentor. Mittlerweile sind 48 Jahre vergangen. Scofield ist einer der führenden und stiltprägendsten Jazz-Gitarristen geworden, der mit den ganz Großen spielte – unter anderem Miles Davis, Charles Mingus, Herbie Hancock oder Joe Henderson. Steve Swallow backte kleinere Brötchen. Die enge Freundschaft der beiden ist geblieben. Besser als mit „Swallow Tales“ lässt sich das nicht beweisen.

Freunde unter sich

John Scofield Swallow Tales Cover ECM Records

Neun Stücke lang musizieren die beiden, begleitet von Scofields Langzeit-Schlagzeuger Bill Stewart, ungezwungen und mit einer Leichtigkeit, die geradezu rührend ist. Melodisch wie in „She Was Young“, swingend wie in „Falling Grace“, sphärisch wie in „Awful Coffee“, oder melancholisch wie in „Away“. Wie aus einem Kopf und einer Hand zeichnet das Trio Klanglandschaften, dass es eine helle Freude ist. „Manchmal, wenn wir spielen, ist es wie eine große Gitarre, die Bassstimme und mein Part zusammen“, sagt John Scofield.

John Scofield dominiert

Klar: Der Gitarrist ist das Aushängeschild dieser Aufnahmen. Sein typischer Sound dominiert die Tracks. Der eigentlich Star aber sind die Kompositionen, die allesamt aus Swallows Feder stammen. Klassische Jazz-Kompositionen mit Tiefgang und Finesse. Scofield wirkt leichtfüßig und geradezu befreit auf diesen Aufnahmen, die an nur einem Tag in New York im März 2019 gemacht wurden. „Swallow Tales“ sprüht vor Wärme und Witz und ist zweifellos ein weiteres Highlight im Jazz-Jahr 2020.

„Swallow Tales“ von John Scofield erscheint am 05.06.2020 bei ECM Records. (Beitragsbild: Albumcover)

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