Jamie Lawson: Happy Accidents – Album Review

Jamie Lawson: Happy Accidents – Album Review

 

Ein Meister des gefühlsbetonten Songwritings

Mit der Hilfe von Superstar Ed Sheeran ging es steil bergauf mit der Karriere von Jamie Lawson. In Irland, wohin der Songwriter aus dem englischen Plymouth gezogen war, landete Jamie Lawson bereits veritable Erfolge, aber eben nur dort, in sein britisches Heimatland konnte der 1975 geborene Sänger diese nicht übertragen. Lawson kannte Ed Sheeran seit einem gemeinsamen Londoner Pubauftritt aus dem Jahre 2010. Sheeran merkte sich Lawsons Namen und so wurde er das erste Signing auf dessen Label Gingerbread Man Records.

Sounds & Books_Jamie Lawson_Happy Accidents_CoverMit seinem selbstbetitelten Album katapultierte sich Jamie Lawson auf Platz 1 der UK-Charts, die wiederaufgelegte ältere Single „Wasn’t Expecting That“ enterte die Top-Ten. Auch in anderen europäischen Ländern sowie in Australien waren Chart-Platzierungen zu vermelden. An diesen Verkaufsschlager sollte Jamie Lawson mit dem Nachfolger Happy Accidents nahtlos anknüpfen können. Die gediegenen Songwriter-Pop-Songs sind wieder überaus massentauglich produziert und von einer Armada an Musikern eingespielt worden. In Bombast driftet Lawson jedoch nicht und überambitioniert klingt das alles auch nicht. Dreizehn Songs umfasst Happy Accidents und die Klaviatur des gefühlsbetonten Songwriting, manchmal auch der Gefühligkeit, beherrscht Lawson aus dem Effeff.

So findet sich auf Happy Accidents von der groß orchestrierten Überschwang-Ballade („Sing To The River“, eine Hommage an seinen verstorbenen Vater) bis zum zärtlichen Folk-Kleinod („The Last Spark“) alle radiokompatiblen Variationen der gängigen Songwriter-Popsongs. Die Melancholie in „He’s Reading Helena“, der genüßliche, mit Soul angereicherte Folk-Pop in „Can’t See Straight“ und „Don’t Say You Don’t If You Do“, die Coldplay-Anleihen in „Fall Into Me“ und natürlich immer wieder satte Trompeten, Saxophone, samtene Backing-Chöre und elegische Streicherparts. Lawson möchte wohl seinen Förderer Sheeran bald überholen. Und ein kleiner James Taylor steckt auch noch in ihm. Und ein kleiner Billy Joel. Jamie Lawson macht auf Happy Accidents so ziemlich alles richtig.

„Happy Accidents“ von Jamie Lawson ist am 29.09.2017 bei Gingerbread Man Records / Atlantic Records / Warner Music erschienen (Beitragsbild: Shamil Tanna).

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